Coburg
Kultur- und schulsenat

Neue Projektstelle für europäische Kultur

Seit einem Antrag der Stadtratsmitglieder Friederike Werobèl und Adelheid Frankenberger im Jahr 2011 ist die Coburger Verwaltung mit dem Thema Europäische Kulturhauptstadt mehr oder minder befasst. Na...
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Seit einem Antrag der Stadtratsmitglieder Friederike Werobèl und Adelheid Frankenberger im Jahr 2011 ist die Coburger Verwaltung mit dem Thema Europäische Kulturhauptstadt mehr oder minder befasst.

Nachdem 2014 seitens der Bewerbungskommission beschlossen wurde, dass sich Deutschland erst 2025 und nicht wie zunächst angenommen 2020 um den Titel "Europäische Kulturhauptstadt" bewerben kann, hat die Stadt Nürnberg Ende 2016 beschlossen, eine Bewerbung vorzubereiten und dabei die Europäische Metropolregion Nürnberg zu beteiligen.

Seit Februar 2019 haben alle anderen kreisfreien oberfränkischen Städte eine Absichtserklärung abgegeben. Mit dem sogenannten "Letter of Intent" sprechen sie sich für die Beteiligung an einer Bewerbung aus.

In der Sitzung des Kultur- und Schulsenats am Dienstag wurde diese Entscheidung für Coburg in den Finanzsenat geschoben. Professor Hans-Joachim Wagner, Leiter des Bewerbungsbüros N2025, stellte dennoch sein Konzept für die Bewerbung vor.

Seitens des Amtes für Schulen, Kultur und Bildung lässt sich daraus ein Mehrwert erkennen, jedoch müsste aufgrund der Distanz zu Nürnberg in Coburg ein absolutes Highlight geboten werden. Nichtsdestotrotz könnten durch die Bewerbung neue und nachhaltige Projekte entstehen. Seitens des Marketing Coburg wird daher eine Beteiligung der Stadt Coburg positiv bewertet.

Die Einschätzung des Finanzreferats ist dagegen eher kritisch: Im Rahmen der aktuell laufenden Haushaltsplanungen zeichnet sich ab, dass im Jahr 2020 trotz nach wie vor sehr hoher Steuereinnahmen kein ausgeglichener Haushalt abgebildet werden kann. Bei einer Beteiligung der Stadt Coburg handelt es sich um eine weitere zusätzliche freiwillige Leistung.

Die Kosten für die Schaffung einer zeitlich befristeten Projektstelle sollen nächste Woche im Finanzsenat noch mal aufgeschlüsselt werden. Man einigte sich darauf, die Entscheidung über eine Beteiligung an der Bewerbung, die Kosten von rund 210 000 Euro nach sich zieht, dem Finanzsenat zu überlassen. Sollte der sich dafür aussprechen, befürwortet auch der Kultur- und Schulsenat die Beteiligung einstimmig. nel

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