Burgpreppach

Neue Krippe kann starten

Für den Caritas-Kindergarten in Burgpreppach ist ein Anbau geplant. Bis er fertig ist, wird der Pfarrsaal zum Behelfsgruppenraum.
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Eckehard Kiesewetter Die Caritas-Kita in Burgpreppach soll um eine zweite Krippengruppe erweitert werden. Der Marktgemeinderat befasste sich bei seiner Sitzung am Dienstagabend mit diesem Vorhaben der Kirchenstiftung St. Konrad von Parzam und sagte seine finanzielle Beteiligung zu. Bürgermeister Hermann Niediek (CSU) und Andreas Dellert, Geschäftsstellenleiter bei der Verwaltungsgemeinschaft in Hofheim, stellten den Räten das Vorhaben vor, das Platz für zwölf weitere Kinder unter drei Jahren schaffen soll. Aktuell bietet die Kindertagesstätte zwei Regelgruppen für insgesamt 50 Kinder zwischen drei und sechs Jahren und einer Krippengruppe (bis zu drei Jahren) Platz. "Die Entwicklung der Kinderzahlen macht die weitere Gruppe erforderlich", erklärte Dellert.

Noch sind die Kostenschätzungen vage. So geht man für den Erweiterungsbau, je nachdem, welche Planungsvariante zum Zug kommen wird, von 550 000 bis zu 620 000 Euro aus, wozu es Zuschüsse vom Staat und von der Kirchenverwaltung geben wird. Der Markt wird sich, wie bei der Sitzung beschlossen, mit bis zu 190 000 Euro beteiligen. Den Grundsatzbeschluss für die Unterstützung hatte der Gemeinderat bereits im Mai gefällt, nun war für das endgültige Placet Eile geboten, denn der Förderantrag muss bis 31. August gestellt sein, erfuhr das Gremium.

Mobiliar zahlt die Gemeinde

Zugezogene Familien, nicht erfasste Schwangere und Kinder aus dem Eberner Stadtteil Bischwind, die später auch in Burgpreppach eingeschult werden, haben die Kindergartenbedarfsplanung aus dem vergangenen Jahr zur Makulatur gemacht. Plötzlich sind deutlich mehr Mädchen und Buben zu betreuen als gedacht. Daher müssen jetzt rasch Krippenplätze her. Doch noch steckt die Planung für den Anbau in den Kinderschuhen; bis er zur Verfügung steht, wird folglich noch einige Zeit vergehen. So soll die neue Krippengruppe im September in einem Interimsquartier im Pfarrsaal den Betrieb aufnehmen. Die erforderlichen Einrichtungsgegenstände (Kosten 34 000 Euro) bezahlt die Kommune komplett.

Acht neue Bauplätze

Pläne für das neue Baugebiet 2 ("Am Estelbach") in Gemeinfeld waren bereits vor 17 Jahren entstanden, dann aber wieder in der Schublade verschwunden. Jetzt hat der Bauboom dem Projekt frischen Wind verliehen. Im September fand der erste Spatenstich statt. Acht Bauplätze sollen im Burgpreppacher Gemeindeteil erschlossen werden. Weil aber die Festsetzungen nach heutigen Maßstäben allzu rigide waren und beispielsweise moderne Toskanahäuser nicht zugelassen hätten, hat der Gemeinderat den Bebauungsplan am Dienstagabend aktualisiert. Unter anderen werden zwei Vollgeschosse möglich sein, der Zwang zu Einfriedungen entfällt. Für die Dachform und die äußere Gestaltung gibt es größere Freiheiten. Dafür wurde in den Plan aufgenommen, dass die Bauwerber Kleinkläranlagen einplanen und - je nach Versiegelung - für die Regenrückhaltung vorsorgen müssen.

Für die drei Klassen der Grundschule sollen jeweils Notebooks, Dokumentenkameras und Mediengestelle angeschafft werden. Möglich macht das ein vom Staat aufgelegtes Digitalbudget, aus dem der Grundschule knapp 5200 Euro zugesichert sind. 7000 Euro wird die IT-Ausstattung kosten, für deren Erwerb der Bürgermeister die Ermächtigung des Ratsgremiums erhielt. 1800 Euro steuert die Kommune bei.

Im Herbst bereits war die Gebührensatzung für das Bestattungswesen leicht überarbeitet worden; jetzt besserte das Ratsgremium nochmals nach. "Nichts Großes" seien die Veränderungen, erklärte dazu Andreas Dellert. Nennenswert allenfalls: Künftig sollen für die Belegung des Leichenhauses maximal drei Tage in Rechnung gestellt werden. Bislang musste die komplette Nutzungsdauer bezahlt werden.

Zum geplanten Bau des Radwegs zwischen Ibind und Goßmannsdorf erfuhr das Gremium, dass sich der Landkreis der Sache annehmen wird, da er ohnedies die Kreisstraße ausbauen will. Die Kreisbehörde tritt als Bauherr auf, die Kosten für den Radweg werden dann allerdings komplett auf die Marktgemeinde rückübertragen.

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