Neudrossenfeld
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Neudrossenfeld erteilt der Energieagentur Oberfranken eine Absage

Mit flammenden Worten hatten Netzwerkkoordinator Wolfgang Böhm und Markus Weihermüller von der Energieagentur Oberfranken in der Septembersitzung der Gemeinde Neudrossenfeld das Kommunale Energieeffiz...
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Harald Hübner
Harald Hübner

Mit flammenden Worten hatten Netzwerkkoordinator Wolfgang Böhm und Markus Weihermüller von der Energieagentur Oberfranken in der Septembersitzung der Gemeinde Neudrossenfeld das Kommunale Energieeffizienznetzwerk Oberfranken (KEENO) vorgestellt. Jetzt entschieden sich die Neudrossenfelder Gemeinderäte einstimmig und klar gegen einen Beitritt zu dem kommunalen Netzwerk. Björn Sommerer (FuG) betonte: "Bei dem Vortrag wurde nichts Neues erzählt. Ich bin der Überzeugung, dass es nicht nötig ist, dass wir jetzt beitreten."

8800 Euro Kosten

Tatsächlich würde der Beitritt zum KEENO einiges kosten. Trotz einer Förderung von 70 Prozent im ersten Jahr und von 50 Prozent im zweiten und dritten Jahr würde der Eigenanteil für die Gemeinde bei 8800 Euro liegen, sagte Bürgermeister Harald Hübner (CSU).

"Also ich sehe das kritisch. Es geht immerhin um Steuergeld. Ich sehe keinen Sinn darin, ein externes Unternehmen der Gemeinde überzustülpen. Das wäre doch Quatsch", sagte Georg Waldmann (CSU). "Wenn wir etwas machen, dann sollten wir konkrete Projekte machen. Da kommt sowieso nichts raus", merkte Alfred Wirth (FW) an.

"Die Verwaltung steht in Anbetracht der für das Projekt aufzuwendenden Arbeitsstunden dem Projekt eher zurückhaltend gegenüber und empfiehlt derzeit, auch im Hinblick auf die anstehende Arbeitsbelastung durch die anstehenden Kommunalwahlen, dem Netzwerk nicht beizutreten", formulierte Bürgermeister Harald Hübner (CSU) die Verwaltungsposition. Stattdessen wolle man in Neudrossenfeld erst einmal die Ergebnisse des zu hundert Prozent geförderten Energiecoachings abwarten.

"Ich denke, man könnte auch später noch beitreten. Mit dem Beschluss ist das Netzwerk ja nicht für alle Zeit vom Tisch", kommentierte Michaela Schirmer (SPD). Bei der Abstimmung konnte sich kein einziger Gemeinderat für den Beitritt zu dem Netzwerk erwärmen.

Viele Bauangelegenheiten

Der Gemeinderat Neudrossenfeld beschäftigte sich in der Novembersitzung auch wieder mit einer Vielzahl von Bauangelegenheiten. So wurde unter anderem das neue Baugebiet Neuenreuth auf den Weg gebracht. In Neuenreuth sollen acht Grundstücke mit 1100 bis 1400 Quadratmetern entstehen. Alfred Wirth (FW) erinnerte dran, dass die Fraktion schon bei vorherigen Diskussionen einen Gehweg Richtung Ort gefordert hatte. Doch solch ein Gehweg sei nicht einfach zu realisieren, gab Bürgermeister Harald Hübner (CSU) zu bedenken.

Erschließung nicht gesichert

"Wir haben das Baugebiet Dreschenau abgelehnt. Was ist jetzt da anders - die Erschließung ist auch nicht gesichert", kommentierte Peter Rösch (FW). Georg Waldmann (CSU) bat zu prüfen, ob ein privater Weg als fußläufige Anbindung genutzt werden könnte. Schließlich befürworteten die Räte dennoch den Bebauungsplan.

Diskussionen gab es zu einer Bauvoranfrage bezüglich der Errichtung eines Holzhauses mit Carport in Pechgraben. Bürgermeister Harald Hübner (CSU) erklärte, dass es sich um ein Wochenendhaus handeln solle, dass dieses Haus kleiner sei als die anderen Häuser. Sicherlich werde es, wenn es genau beplant ist, von den Festsetzungen abweichen. Allerdings soll das Holzhaus ein rotes Satteldach haben.

"Wir haben in diesem Bereich eine sehr homogene Bebauung, wir schaffen damit einen Präzedenzfall", wandte Alfred Wirth (FW) ein. Peter Rösch (FW) forderte, dass alle Nachbarn einverstanden sein müssen und wollte vorher geklärt wissen, wer als Nachbar eingestuft werde. Denn insgesamt grenzen an das Grundstück sechs Anwesen an, wenn auch diejenigen, die auf der anderen Straßenseite gelegen sind, mitgerechnet werden. Die Räte stimmten schließlich bei zwei Gegenstimmen einer grundsätzlichen Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zu.

Kniestock ist höher

Ebenfalls grünes Licht signalisierten die Neudrossenfelder Gemeinderäte für eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines Einfamilienhauses in Muckenreuth. Das geplante Vorhaben weiche bei der Dachneigung und bei der Höhe des Kniestockes geringfügig von den Vorgaben ab. Bei einem Satteldach mit 42 Grad Neigung dürfte der Kniestock eigentlich nur 60 Zentimeter hoch sein, er habe aber 75 Zentimeter. Dies sei eine geringfügige und vertretbare Abweichung, entschieden die Räte.

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