Forchheim

Neu bauen, auslagern, vergrößern

Der Kindergarten Sattlertor und der zugehörige Hort feiern mit einem Tag der offenen Tür ihr 60-jähriges Bestehen und erfreuen sich eines stetigen Wachstums. Der erst 2012 bezogene Neubau wird um 30 Kindergartenplätze erweitert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die versammelte "Sattlertor-Familie" beim Tag der offenen Tür zum 60-jährigen Bestehen der Einrichtung Foto: privat
Die versammelte "Sattlertor-Familie" beim Tag der offenen Tür zum 60-jährigen Bestehen der Einrichtung Foto: privat
+2 Bilder

Unter dem Motto "Sommer - Sonne - Sattlertor" feierten die Kindertagesstätte und der Hort Sattlertor in Forchheim mit einem Tag der offenen Tür ihren 60. Geburtstag. Ein buntes Programm mit Vorführungen, Tänzen und verschiedenen Mitmach-Angeboten versprachen viel Kurzweil. Eine besondere Einladung war auch an Forchheimer gegangen, die früher den Kindergarten am Sattlertor besucht hatten.

So wie Ulrike Haas, die die Einrichtung seit 1963 - also vier Jahre nach der Eröffnung - nicht mehr loslässt. Sei es als Kindergartenkind, Berufpraktikantin, Kindergärtnerin oder nun als Hort-Leiterin, wo sie für drei Gruppen mit 75 Schulkindern und ein Team von neun Pädagoginnen verantwortlich ist. Dazu kommt noch der Kindergarten mit 127 Mädchen und Jungen sowie 15 Erzieherinnen und einer Praktikantin, der von Sandra Amon geführt wird.

Stetig wachsende Familie

Sie nennt die Einrichtung eine "große Familie", die stetig wächst. Heute werden etwa doppelt so viele Kinder betreut wie 1981 als durch den ersten Erweiterungsbau die Nutzfläche in der Sattlertorstraße um mehr als 50 Prozent auf 655 Quadratmeter anstieg. Zum 50. Jubiläum wurde 2009 erneut über Sanierung und Erweiterung gesprochen, ehe sich die Stadt nach langen Debatten zu einem Neubau in der Karolingerstraße durchrang, der 2012 bezogen wurde. Doch auch hier waren die Kapazitäten bald ausgeschöpft, weshalb 2014 eine Dependance in der Stauffenbergstraße gegründet wurde, wo je 25 Kindergarten- und Hort-Kinder Platz finden. Bis 2020 sollen in der Karolingerstraße noch einmal 30 Kindergartenplätze entstehen.

Und was macht neben der familiären Atmosphäre die Kindertageseinrichtung Sattlertorstraße aus? "Vielleicht ist es unser pädagogisches Konzept", vermutet Ulrike Haas, die im Hort das aufgreift, was im Kindergarten elementarpädagogisch angefangen wurde, zum Beispiel bei den Themen Energie und Umwelt. Lernen fürs Leben lautet das Schlagwort, unter dem täglich nach Schulschluss spielerisch Experimente und Alltagssituationen in die Erziehung einfließen.

Geld verdienen und ausgeben

"Wir haben zum Beispiel ein Dorfprojekt", erzählt Ulrike Haas. Da gibt es ein Arbeitsamt, bei dem sich die Kinder kleine Aufgaben wie das Kehren des Gruppenraums abholen können und nach getaner Arbeit dafür bezahlt werden. Mit einem speziellen Spielgeld, mit dem die Kinder dann wieder im horteigenen Dorfladen einkaufen können. Für das Ausbezahlen des Geldes schlüpfen einige Mädchen und Jungen in die Rolle des Bankers (ebenfalls eine bezahlte Aufgabe), der wiederum Werte wie Freundlichkeit und Ehrlichkeit spielerisch vermittelt bekommt. "Daneben haben wir auch eine Dorfschule, wo die Kinder das verarbeiten, was sie in der richtigen Schule erlebt haben", berichtet Ulrike Haas. johö

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren