Kronach
Wirtschaft

Netzwerken soll auch nach Auflösung des Verbundbüros stattfinden

Veronika Schadeck Das Innovations-Zentrum Region Kronach e.V. (IZK) setzt angesichts der Herausforderungen wie Digitalisierung und demografischer Wandel auf Netzwerke. Zusammen mit dem Kronacher Verbi...
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei der Abschlussveranstaltung ließen die Verantwortlichen von IZK, Hendrik Montag-Schwappacher (links) und Hans Rebhan (Zweiter von rechst) und Bayern Innovativ die Erfolge ihrer Verbindung Revue passieren.
Bei der Abschlussveranstaltung ließen die Verantwortlichen von IZK, Hendrik Montag-Schwappacher (links) und Hans Rebhan (Zweiter von rechst) und Bayern Innovativ die Erfolge ihrer Verbindung Revue passieren.

Veronika Schadeck Das Innovations-Zentrum Region Kronach e.V. (IZK) setzt angesichts der Herausforderungen wie Digitalisierung und demografischer Wandel auf Netzwerke. Zusammen mit dem Kronacher Verbindungsbüro von Bayern Innovativ wurden in den letzten vier Jahren gemeinsame Angebote entwickelt. Das Projekt wurde vom bayerischen Wirtschaftsministerium von 2015 bis Ende September 2019 gefördert. Nachdem nun die Fördergelder auslaufen, wird das Verbindungsbüro aufgelöst. Am Dienstagabend fand nun die Abschlussveranstaltung statt.

Worum geht es beim IZK? Wie Vorsitzender Hans Rebhan erinnerte, wurde das IZK aus einer Initiative vom IHK-Gremium heraus im Jahre 2012 gegründet. Ziel war und ist es, Netzwerke zwischen Unternehmern, Schülern, potenziellen Gründern, Studierenden, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu schaffen. Wie der Geschäftsführer des IZK, Hendrik Montag-Schwappacher erläuterte, habe er im Januar 2014 seine Tätigkeit aufgenommen. Damals habe er nicht gewusst, was auf ihn zukomme. Blickt er jetzt zurück, stelle er fest, dass ein Netzwerk nur mithilfe von Personen zu schaffen sei. Mittlerweile seien beachtliche Ergebnisse zustande gekommen. Zwischenzeitlichen seien 70 Firmen Mitglied beim IZK.

"Ich bin ein Stück weit begeistert", so der Vorstandssprecher von IZK, Hans Rebhan. Es sei am Anfang nicht einfach gewesen, Mitglieder zu gewinnen. Er gerät beinahe ins Schwärmen, als er davon spricht, dass CIK, Lucas Cranach Campus, Studiengang Zukunftsdesign alles Projekte seien, bei denen IZK den wesentlichen Beitrag geleistet habe.

Er ging auf die weiteren Ziele des IZK ein. Ein Schwerpunkt sei dabei, Kronach als Bildungsregion weiter zu stärken. Es gehe auch um die Fachkräftesicherung. Er sprach von Unternehmen, die den 30-Jährigen, Ersten und Zweiten Weltkrieg überstanden haben. Angesichts des Fachkräftemangels sei der Fortbestand dieser Firmen über zehn Jahre hinaus aber mit Fragezeichen versehen.

Viele Angebote

Erwähnt wurden Angebote vom IZK. Dazu zählen unter anderem die Unternehmensfrühstücke, die mit Impulsvorträgen zu aktuellen Themen verbunden werden. Zudem gab und gibt es Abende, die sich mit Finanzierungen und Förderungen von Innovationen befassen. Weiterhin gab es verschiedene Themenabende wie beispielsweise zu "Kulturwandel 4.0", "eRecruitment", "Usability und User Experience". In verschiedenen Arbeitsgruppen befasste man sich mit Datenschutz, Automatisierung, Personalgewinnung etc. Etabliert hat sich auch das "Kronach Radar". Hier geht es um Trends, Technologien und Zukunftsthemen.

"Gehen Sie den Weg weiter", forderte der Geschäftsführer von Bayern Innovativ, Rainer Seßner die Anwesenden auf. Er stellte zudem die Frage: "Was braucht eine Wirtschaftsregion, um sich zukunftsfähig aufzustellen?" Dazu zählen Innovation, wissenschaftliche Kompetenz und die Fähigkeit, Strukturen zu erarbeiten. Netzwerke stellen dabei einen wichtigen Baustein dar, indem sie den Austausch und die Kooperation mit anderen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen nutzen. Er sicherte auch ohne Verbindungsbüro die weitere Unterstützung zu.

Jetzt geht es darum, mehr Firmen für das IZK zu gewinnen und sich weitere Unterstützungen zu sichern, um das Ziel zu erreichen, nämlich eines Tages ohne Förderungen netzwerken, sich austauschen und neue Themen angehen zu können. Letztendlich, so Hans Rebhan: "Mir geht es darum, dass die Region in Zukunft auf gute Füße gestellt ist!"

Bis sich das IZK eigenständig finanzieren kann, will man nun versuchen, weitere Unterstützung seitens des Staates zu bekommen. Zudem sollen mehr Mitglieder, auch über die Landkreisgrenzen hinaus, geworben werden. "Wir waren in Berlin und wir bleiben aktiv", so Rebhan.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren