LKR Erlangen-Höchstadt
Hospizarbeit

Netzwerk aus Stadt und Landkreis informiert über seine Dienste

Das Netzwerk für Hospiz- und Palliativversorgung (NetHPV) des Landkreises Erlangen-Höchstadt und der Stadt Erlangen hat eine Broschüre zu Diensten der Hospiz- und Palliativversorgung vorgestellt. Unte...
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Das Netzwerk für Hospiz- und Palliativversorgung (NetHPV) des Landkreises Erlangen-Höchstadt und der Stadt Erlangen hat eine Broschüre zu Diensten der Hospiz- und Palliativversorgung vorgestellt. Unter dem Motto "Alle unter einem Schirm" informiert die kostenlose Broschüre über 15 Institutionen in der Region, die Bürgern hospizliche oder palliative Unterstützung anbieten, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts.

"Gerade bei diesem wichtigen Thema liegt eine Zusammenarbeit von Landkreis und Stadt auf der Hand", sagt Landrat Alexander Tritthart (CSU). Besonders gelungen sei die freundliche Stimmung, die Grafikerin Ute Wältling mit der Broschüre trotz des ernsten Themas mit warmen Farben und einem Pärchen, welches auf einer Bank unter einem orangeroten Schirm als "Eyecatcher" sitzt, erzeuge. "Der Schirm steht für die Tatsache, dass sich alle Netzwerkpartner unter einem Schirm zusammengefunden haben und auch als Symbol der Begleitung von schwerstkranken Menschen an sich", erklärt die Grafikerin.

Die Entscheidung, erstmals eine Broschüre herauszugeben, fiel den Netzwerkmitgliedern leicht: "Schwerstkranke sind auf uns und auf Informationen, wo und welche Hilfe sie bekommen können, angewiesen", begründet Dr. Inge Schwemmle, Erste Vorsitzende des Hospizvereins Erlangen.

Schnelle Unterstützung

"Die Netzwerkpartner legen seit zehn Jahren viel Wert auf eine gute Zusammenarbeit, damit eine schnelle Unterstützung in einer sich verändernden Lebenssituation möglich ist. Herausgekommen ist diese Broschüre", ergänzt Axel Haendle, Geschäftsführer von Palliavita in Erlangen. Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) plauderte im Gespräch sogar ein bisschen aus dem Nähkästchen. Im Rahmen der "Aktion Rollentausch", bei der Politiker für ein paar Stunden den Chefsessel gegen Arbeit bei einer sozialen Institution tauschen, hat er ein Hospiz besucht.

"Ich bin mit einem mulmigen Gefühl dort reingegangen und ohne dieses Gefühl wieder herausgekommen. Anders als ich erwartet hatte bin ich hier nicht nur Menschen in Verzweiflung begegnet. Vielmehr waren es Menschen, die auch in der letzten Phase ihres Lebens Interesse an dem haben, was ihr Leben geprägt hat. Angesichts der Situation, in der diese Menschen leben, mag es merkwürdig klingen: Aber sie standen mitten im Leben. Die positive Begleitung bis zum Schluss, die die Menschen hier finden, ist dafür ganz wesentlich", schildert Florian Janik.

Die Broschüre ist bei Beratungsstellen der Stadt, des Landkreises, den Netzwerkpartnern und in fast allen Hausarztpraxen in Erlangen und Umgebung erhältlich oder kann unter www.erlangen-hoechstadt.de oder www.erlangen.de heruntergeladen werden. red

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