Frensdorf

Nein zu Solarpark

Frensdorf ist gegen eine Freiflächenphotovoltaikanlage.
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Die Gemeinde Frensdorf möchte keinen Solarpark unmittelbar vor ihrer Haustüre. Einen solchen, eine Freiflächenphotovoltaikanlage, will die Marktgemeinde Hirschaid mit der Aufstellung eines Bebauungsplans möglich machen. Die Bauleitplanung, zu der die Gemeinde Frensdorf nun gehört wurde, zielt auf ein 6,4 Hektar großes Areal zwischen Herrnsdorf und Röbersdorf ab. Im Süden des Rechtlerwaldes soll dort eine landwirtschaftliche Fläche überplant und eine Freiflächenphotovoltaikanlage ausgewiesen werden.

Im Frensdorfer Rathaus galt es jetzt, zu dem vorhabensbezogenen Bebauungsplan "Solarpark Röbersdorf" Stellung zu beziehen. Im Gremium herrschte bei diesem Punkt große Einigkeit. Schließlich hat Frensdorf durch einen Grundsatzbeschluss im eigenen Gemeindegebiet Freiflächenphotovoltaikanlagen bereits ausgeschlossen. Auch Einzelvorhaben auf Gemeindegebiet habe man abgelehnt, um das Landschaftsbild und die natürlich geprägten Talauen nicht zu beeinträchtigen. Der nun von der Marktgemeinde Hirschaid angestrebte Bebauungsplan für einen Solarpark stellt für die Ratsmitglieder eine erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes dar.

Frage des Standorts

Grundsätzlich sei er für Photovoltaikanlagen, betonte Bürgermeister Jakobus Kötzner (AWL) in der Sitzung. Sie sollten jedoch an dafür passenden Standorten errichtet werden. Eine derartige Fläche für einen Solarpark sei im Landschaftsentwicklungsplan nicht vorgesehen. An der geplanten Stelle zwischen Herrnsdorf und Röbersdorf sei die Anlage von der Staatsstraße aus einsehbar. Von Frensdorfer Seite wird daher eine "optische Fernwirkung" wie auch eine Spiegelwirkung für den Verkehr befürchtet. Dass ziemlich genau gegenüber im Tal der Ortsteil Schlüsselau mit seiner bekannten Wallfahrtskirche liegt, spielte bei den Überlegungen ebenfalls eine Rolle. Günter Diller bezeichnete den geplanten Standort an der Straße für die großflächige Anlage als "absolut ungeeignet". Manfred Wurm vertrat die Meinung, die in der eigenen Gemeinde eingeschlagene Linie solle auch hier beibehalten werden.

Nach Prüfung empfahl die Verwaltung, die Planung der Nachbargemeinde abzulehnen, da "öffentliche Belange entgegenstehen". Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Die Gemeinde Frensdorf behält sich vor, die Bauleitplanung gegebenenfalls rechtlich überprüfen zu lassen.

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