Himmelkron

Nein zu Photovoltaik-Anlagen

In seiner letzten Sitzung in diesem Jahr lehnte das Gremium eine Freiflächenanlage im Außenbereich von Himmelkron ab. Zugestimmt wurde dagegen einem Glasfaser-Anschluss für das Rathaus.
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Gemeinderätin Pia Aßmann plädiert für eine Beleuchtung des Geh- und Radwegs entlang des "Geiersbaches" bis Himmelkron. Foto: Werner Reißaus
Gemeinderätin Pia Aßmann plädiert für eine Beleuchtung des Geh- und Radwegs entlang des "Geiersbaches" bis Himmelkron. Foto: Werner Reißaus

Zwei formlose Bauvoranfragen zur Errichtung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage im Außenbereich von Himmelkron bereiteten dem Gemeinderat in seiner Schlusssitzung noch einmal Kopfzerbrechen.

Für die Antragsteller ging es nur darum, ob es sinnvoll erscheint, einen Bauantrag einzureichen, der dann auch die Aufstellung eines Vorhabensbezogenen Bebauungsplanes zur Folge hätte.

Bei der ersten Grundstücksfläche geht es um ein ca. 13 000 Quadratmeter großes Grundstück, das unmittelbar an die Bundesstraße B 303 angrenzt und vollflächig zur Installation eines Solarparks herangezogen werden soll.

Eindeutig abgelehnt

Die Fläche stieß aber auf wenig Gegenliebe, zumal in unmittelbare Nähe ein Wohngebiet angrenzt. Die Abstimmung war mit 16 zu 0 Stimmen eindeutig: Der Freiflächenanlage wird an dem Grundstück so gut wie keine Chancen zur Verwirklichung eingeräumt.

Ein klein wenig anders verhielt es sich mit dem Alternativstandort, der von den Antragstellern ergänzend vorgelegt wurde. Dabei handelt sich um ein 16 000 Quadratmeter großes Grundstück in der Nähe der beiden Aussiedlerhöfe Peetz und Schramm. Dennoch setzte es in der Abstimmung auch bei dem Standort eine Ablehnung. Lediglich Bürgermeister Gerhard Schneider und sein Stellvertreter Harald Peetz (beide CSU), die SPD-Ratsmitglieder Peter Aßmann, Rudi Gumtow und Ottmar Schmiedel sowie Katja Kreutzer (FW) konnten sich an diesem Standort für eine Photovoltaik-Freiflächenanlage erwärmen.

Stützwand am Gründleinsweg

Zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage auf dem Grundstück Ziegelring 19 in Himmelkron erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen. Der benötigten Abstandsflächenübernahmeerklärung auf einem angrenzenden gemeindlichen Grundstück wurde zugestimmt. Am Gründleinsweg wird als Böschungssicherung auf einer Länge von 20 Metern eine Stützwand aus Diabas-Gestein errichtet. Die Ausführung übernimmt der Bauhof und die Kostenermittlung ergab einen Betrag von 3500 Euro für Material und Maschinenstunden. Falls die Anbringung eines Geländers erforderlich ist, muss mit weiteren Kosten von 2000 Euro gerechnet werden.

Auf Vorschlag der Bauverwaltung wird einer erneuten Ausschreibung zur Vergabe von Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten für Kanal und Wasserversorgung für das Jahr 2020 zugestimmt.

Das Kostenvolumen wird auf jährlich rund 35 000 Euro beschränkt. Mit der Lieferung von Elektromaterial für den Anbau am Feuerwehrgerätehaus wurde die Firma Löffelhardt aus Bayreuth zum Angebotspreis von 9677 Euro beauftragt. Die Blitzschutzarbeiten wurden für das gleiche Bauvorhaben an die Firma Sel GmbH, Warmensteinach, zum Preis von 3070 Euro vergeben.

Für das Rathaus Himmelkron wird ein Glasfaser-Anschluss angestrebt, sofern darüber eine problemlose Anbindung an das Landkreis-Behördennetz möglich ist. Hier geht es um Kosten von 70 000 Euro. Gegen den Anschluss stimmte FW-Gemeinderat Alfons Lauterbach. Angenommen wurde ein Angebot der Firma T-Systeme International GmbH für die Glasfasererschließung des Schulgebäudes Lanzendorf zum Angebotspreis von 32 497 Euro. Mit Wirkung vom 1. Mai 2019 wurde Ingomar Hoffmann zum Informationssicherheitsbeauftagten der Gemeinde Himmelkron bestellt und Rainer Mattern ist künftig der Datenschutzbeauftragte der Gemeinde Himmelkron.

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat die Planentwürfe des Architekturbüros Kestel, Kulmbach, zur Aufstellung des Bebauungsplans "Kindergarten und Mehrgenerationenzentrum" und die damit verbundene 7. Änderung des Flächennutzungsplanes. Die Verwaltung wird jetzt die weiteren Schritte zur Öffentlichkeitsbeteiligung einleiten. Für das Schwimmbad wird ein neuer Defibrillator angeschafft. Die Kosten liegen bei 2200 Euro.

Übungspumpe

Ebenso werden die Kosten für die Anschaffung einer Übungspuppe getragen, die bei 1500 Euro liegen. Auf den Bauausschuss wurde eine Anregung von Margitta Puchtler verwiesen, die auf eine Verwilderung des Streitmühlbaches im Bereich des Eckenweges hinwies. Das Gleiche gilt für einen Antrag von Michael Schill, der die Errichtung von Ortstafeln mit der Aufschrift Lanzendorf im Baugebiet "Weißmaintal" anmahnte.

Gemeinderat Sebastian Herrmann (CSU/FWG) freute sich, dass der kürzliche Besuch von Verkehrsminister Hans Reichardt Bewegung und auch Hoffnung in die Errichtung eines Verkehrskreisels an der B 303 bringt. Zu dem Termin waren vom CSU- und JU-Ortsverband Himmelkron auch alle Fraktionen des Gemeinderates eingeladen.

Gemeinderätin Pia Aßmann (CSU/FWG) regte die Anbringung von Beleuchtungskörpern an dem Geh- und Radweg zwischen Lanzendorf und Himmelkron an. Eine Beratung und Entscheidung darüber wird in einer der nächsten Sitzungen des Gemeinderates erfolgen.

Für Gemeinderätin Nicolin Engelhardt (CSU/FWG) war es zugleich die letzten Sitzung in der laufenden Wahlperiode. Sie hat aus beruflichen Gründen ihr Ehrenamt niederlegt. Für sie wird Uwe Täuber auf der Liste der CSU/FWG nachrücken. Die Vereidigung soll in der Januarsitzung erfolgen.

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