Gehülz
Jubiläum

Naturverbundenheit kennzeichnet den Obst- und Gartenbauverein Gehülz

Genau 50 Jahre nach der Gründung des Obst- und Gartenbauvereins Gehülz am 12. Oktober 1969 feiert der Verein am 12. Oktober ab 19.30 Uhr im Vereinslokal Messelberger sein Jubiläum. Es gibt ein buntes ...
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Genau 50 Jahre nach der Gründung des Obst- und Gartenbauvereins Gehülz am 12. Oktober 1969 feiert der Verein am 12. Oktober ab 19.30 Uhr im Vereinslokal Messelberger sein Jubiläum. Es gibt ein buntes Programm, zugleich wird das jährliche Erntedankfest gefeiert.

Ab 19 Uhr werden die Bergmusikanten Gehülz den Abend einleiten. Musikalisch wird auch der Liederkranz Gehülz mitwirken. Verschiedene Vorträge und ein Sketch runden das Programm ab. Auch werden langjährige Mitglieder geehrt.

Eine intensive Beziehung zum Garten und zum Gestalten hat der langjährige Vorsitzende Eugen Krupp seit jeher. Als er in den 60er Jahren mit seiner Frau Dorothea ein Haus baute, sagte diese: "Gartenbauverein, das wäre auch etwas." Er gab seiner Frau recht und beide schlossen sich dem Obst- und Gartenbauverein Gehülz an. Als der Verein einen Baumwart suchte, übernahm der diese Aufgabe. Dabei lernte er selbst eine Menge dazu.

"Mit dem Verein unterwegs zu sein, macht einfach viel Freude", erklärt stellvertretender Vorsitzender Roland Hagen seine Begeisterung, jedes Jahr eine Theaterfahrt nach Heldritt, eine Vereinsfahrt und eine Fahrt zu einem Weihnachtsmarkt zu organisieren.

Der Verein verfügte im Laufe der Jahre über immer mehr Gartengeräte. Deshalb wurde schließlich eine Geräte-Unterstellhütte angeschafft, die auf dem Grundstück des vorherigen Gerätewarts Werner Biesenecker und seines Nachfolgers Achim Biesenecker aufgestellt wurde. Der Verein wuchs stetig und 1975 waren es hundert Mitglieder. Heute hat der Verein 155 Mitglieder.

Der Obst- und Gartenbauverein bietet Lehrvorträge und Lehrtagungen. Schnittkurse - auch für Nichtmitglieder - werden alljährlich abgehalten. Seit 1971 wird das Erntedankfest mit einem bunten Abend gefeiert. Seit 1972 gab einen Blumenschmuck-Wettbewerb. 1975 kam dieser Wettbewerb auf Kreisebene auf. Auch gab es Tage der offenen Gartentür.

Gegen den Steingarten-Trend

Der Garten von Schatzmeisterin Christa und Schriftführer Hans-Werner Weber ist ein Idyll für Pflanzen und Tiere. Reihenweise gewannen beide beim Blumenschmuckwettbewerb. Das Grundstück war zuvor einfach Wiese. Die Verwandtschaft legte mit Hand an, um hier auch anderes anzupflanzen. Bis heute wachsen hier auch Weintrauben. Zunächst versuchten die Webers daraus einen eigenen Wein anzusetzen, was aber nicht so ihren Geschmack traf. Heute lassen sie daraus einen Schnaps brennen, der absolut lecker schmeckt. Überall schwirren Vögel im herbstlichen Garten. Sie finden einfach alles, was ein Vogelherz begehrt. Weiteres Obst wurde angepflanzt, zuletzt die Kiwi, die sich derzeit in großer Frucht zeigt.

Immer öfter werden Anwesen jedoch von Steingärten geprägt. Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Gehülz bemühen sich, diesem Trend zu begegnen. Die Natur soll und muss sich auch in unseren Gärten entwickeln können, lautet die Überzeugung. rg

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