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Ebern

Naturschützer bauen Zaun

Die BN-Ortsgruppe Ebern startet den Amphibienschutz am Samstag bei Gemünd.
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Helfer des Bundes Naturschutz bauen, wie in den Vorjahren, den Amphibienschutzzaun an der Staatsstraße bei Gemünd auf.  Foto: BN Ebern/Archiv
Helfer des Bundes Naturschutz bauen, wie in den Vorjahren, den Amphibienschutzzaun an der Staatsstraße bei Gemünd auf. Foto: BN Ebern/Archiv

Am kommenden Samstag startet der Bund Naturschutz (BN) Ebern seine alljährliche Amphibienschutzaktion.

Da die Temperaturen abends teilweise recht mild sind, kann mit dem Aufbau des Schutzzaunes an der Straße zwischen Jesserndorf und Gemünd an der Strecke zwischen Haßfurt und Ebern begonnen werden, wie die Ortsgruppe mitteilte. Der Treffpunkt ist um 9.30 Uhr zur Mitfahrgelegenheit am Parkplatz der Realschule in Ebern. Am Zaunstandort beginnt die Aktion um 9.45 Uhr.

Als wichtige Ausrüstung gilt eine wetterfeste Kleidung mit festem Schuhwerk und Handschuhen; ein schwerer Hammer oder Fäustel wäre nützlich. Helfer sind willkommen und werden mit einer abschließenden Brotzeit nach etwa zweistündiger Arbeit belohnt.

Nach dem Aufbau des Zaunes müssen allabendlich die Barrieren kontrolliert werden, um zu sehen, ob die Amphibien bereits auf ihre Wanderschaft gegangen sind. Ist das der Fall, müssen die wandernden Kröten, Frösche oder Molche in Eimern sicher über die Straße gebracht werden. Dazu freuen sich die Naturschützer, wie sie mitteilen, über jeden Helfer und Interessenten, der bereit ist mitzumachen. Die Freiwilligen können sich bei Andreas Einwag (Rufnummer 0162/6449761) oder bei Thomas Friedrich (Ruf 09531/943277) melden.

Die Strecke zwischen Jesserndorf und Gemünd, Stadtteile von Ebern, ist nicht der einzige Straßenabschnitt im Landkreis Haßberge, an dem die Amphibien losziehen. Es gibt weitere Strecken. Einige von ihnen sind bereits mit baulichen Einrichtungen wie Tunneln und Leitsystemen gesichert worden, damit die Tiere vor dem Tod auf der Straße geschützt werden. Das gilt zum Beispiel für das Tal der Aurach zwischen Unterschleichach und Tretzendorf in der Gemeinde Oberaurach.

Allerorten in Bayern haben sich nach dem milden Winter die ersten Kröten, Frösche und Molche auf den Weg zu ihren Laichplätzen gemacht, teilte der Bund Naturschutz (BN) in Bayern bereits am Montag mit. Das gilt neben dem Landkreis Haßberge insbesondere für die Regionen Main-Spessart, Ansbach, Neustadt/Aisch, Bad Windsheim und Nürnberger Land. Dort seien schon vor Tagen die ersten Erdkröten, Grasfrösche, Bergmolche und Feuersalamander unterwegs gewesen.

Bei nächtlichen Temperaturen um fünf Grad und insbesondere bei regnerischem Wetter seien die Tiere bereit zur Wanderschaft. Rund 6000 freiwillige Helfer bauen in Bayern Amphibienzäune an Straßen auf. Das rettet laut Bund Naturschutz jährlich bis zu 700 000 Tieren das Leben. Der Bund Naturschutz bittet die Autofahrer um erhöhte Aufmerksamkeit.

Frühere Allerweltsarten wie der Grasfrosch sind den Angaben zufolge seltener zu finden. "Viele Amphibien können wir vor dem Straßentod retten. Aber der Rückgang der Insekten macht ihnen schwer zu schaffen: Hauptnahrung der Amphibien sind Insekten", sagt BN-Artenschutzreferent Kai Frobel. red

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