Etzelskirchen

Naturnah oder sauber?

An der Birkach in Etzelskirchen scheiden sich die Geister. Anwohner wollen das Bachbett ausgeräumt, die Stadt sieht ein Biotop.
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Einige Meter weiter präsentiert sich die Birkach naturnah.  Fotos: Andreas Dorsch
Einige Meter weiter präsentiert sich die Birkach naturnah. Fotos: Andreas Dorsch
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Andreas Dorsch "Das sieht doch grausam aus", sagt eine Anwohnerin mit Blick in das Bachbett der Birkach in Etzelskirchen. In diesem Abschnitt wuchern und blühen die unterschiedlichsten Pflanzen. Einige Meter weiter präsentiert sich der Bach, der nur noch selten viel Wasser führt, "sauber und aufgeräumt". So sollte er eigentlich sein, sind sich die Anwohner im Bereich der Einbahnstraße einig. Die Stadt möchte dagegen ein "ökologisches Bächlein", wie es Zweiter Bürgermeister Günter Schulz (SPD) formuliert.

Mit der Dorferneuerung war das Bett der Birkach vor Jahren ausgebaut worden, erinnert sich Hermann Zehn, bei der Stadt für Grünanlagen und Gewässer zuständig. Natürlich müsse man den Abfluss gewährleisten, ansonsten sollte die Vegetation sich selbst überlassen bleiben. Ein idealer Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstand, was laut Zehn offensichtlich aber nicht dem Sauberkeitsbedürfnis mancher Mitbürger entspricht.

Dass sich die Natur die Birkach zurückgeholt hat, ist nicht im Sinn der Anlieger. "Es ist schöner, wenn es sauber ist und das Wasser fließt", ist ihre Einstellung. So stellt sich einer immer wieder mal ins Bachbett, räumt es aus, freut sich an Fröschen und Fischen und hat auch Klatschmohn angesät.

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