Marktgraitz

Nathalie Grammon will Bürgermeisterin werden

"Es ist schon eine kleine Sensation!", meinte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jochen Körner (Redwitz) bei der Nominierungsversammlung der SPD für die Kommunalwahlen in der Rosenauer "Hofbräu" in Marktgrai...
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SPD-Bürgermeisterkandidatin Nathalie Grammon Foto: Werner Knoth
SPD-Bürgermeisterkandidatin Nathalie Grammon Foto: Werner Knoth

"Es ist schon eine kleine Sensation!", meinte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jochen Körner (Redwitz) bei der Nominierungsversammlung der SPD für die Kommunalwahlen in der Rosenauer "Hofbräu" in Marktgraitz: "Hier herrscht Aufbruchstimmung!" Nachdem vor einem Jahrzehnt der SPD-Ortsverein Marktgraitz aufgelöst worden sei, werde jetzt eine Gemeinderatsliste und mit Nathalie Grammon auch eine Bürgermeisterkandidatin aufgestellt.

Die Aufstellung der Bürgermeisterkandidatin Nathalie Grammon und der Gemeinderatsliste erfolgte jeweils einstimmig. Die SPD-Gemeinderatsliste setzt sich wie folgt zusammen: Nathalie Grammon (Platz 1), Ivonne Mahr (2), Klaus Knoop (3), Stefan Stumpf (4), Josef Sünkel (5), Thomas Schiller (6) und Alexander Ortleth (7).

Nathalie Grammon stellt sich vor

Bürgermeisterkandidatin Grammon stellte sich als gebürtige Bayreutherin vor. Aufgewachsen in einem sozial engagierten Elternhaus, arbeitete sie nach dem Realschulabschluss zunächst als Zahnarzthelferin und ging dann zur AOK nach Kulmbach, wo sie auch in der Teamleitung war. Seit November 2019 ist ihre neuer Arbeitsplatz bei der AOK in Coburg.

Ehrenamtlich engagiert sich Grammon in der Behindertenarbeit, auch in Kinder- und Jugendgruppen, wo sie ihre Naturverbundenheit und einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur weitergibt. Ferner ist sie im Tierheim engagiert.

Obwohl sie erst kurz in Marktgraitz wohnt, hat sich die Bürgermeisterkandidatin hier bereits sehr gut eingelebt, hilft beim Turnverein und hat sich auch schon beim Weihnachtsmarkt mit den SPDlern an einem Stand beteiligt, der großen Anklang fand.

Sie habe auch schon Probleme und Defizite in der Gemeinde erkannt, erklärte Grammon. Als ersten Punkt sprach sie die Leerstände an. Hier gelte es, mit Hilfe von Förderprogrammen sich verstärkt um die Renovierung von Gebäuden zu bemühen und Wohnraum, vielleicht auch Platz für Firmen zur Gewerbeansiedlung zu finden. Dies sei auch ein wichtiger Punkt, um den Bevölkerungsschwund in den ländlichen Gemeinden wie auch in Marktgraitz einzudämmen.

Den Ort liebens- und lebenswürdiger zu gestalten, und das nicht nur an den Durchfahrtsstraßen, sei ihr ebenfalls wichtig. Hierzu zähle auch die Barrierefreiheit, "Wir haben hier noch genügend "Stolpersteine", sagte Grammon.

Auch eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen habe bei ihr einen hohen Stellenwert, ebenso das Bestreben, gemeinsam mit den Bürgern Schwachstellen im Ort zu beseitigen. Bürgersprechstunden, Stammtischtreffs oder Ortsbegehungen eröffneten Möglichkeiten zur gemeinsamen Gestaltung.

Die Weiterführung der Zone 30 von der Steinachbrücke aus bis zur Engstelle ("Hier wird viel zu schnell gefahren!") sei ein weiterer Punkt. "Und was passiert mit den Senioren, was mit den Jugendlichen?" Ein Seniorentreff und ein Dorfladen wären hier gute Anknüpfungspunkte. Für die Jugend sei in Marktgraitz nichts mehr los, ein Jugendtreff, vielleicht auch in Verbindung mit benachbarten Gemeinden, könnte Abhilfe schaffen. wkn

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