Weisendorf
Missio-Aktion

Nagaland bekommt deutschlandweite Hilfe

Auch in diesem Jahr waren die Zubzas aus Weisendorf zum Heinrichsfest in Bamberg eingeladen und stellten ihr Hilfswerk vor. Erzbischof Ludwig Schick, der Leiter der Weltkirche Deutschland, besuchte de...
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Ludwig Schick (3. v. l.) besuchte Anita Klimek, Sandra Meyr, Gerhard Albert, Leonie Meyr und Cornelia Albert (v. l.) am Zubza-Stand. Foto: privat
Ludwig Schick (3. v. l.) besuchte Anita Klimek, Sandra Meyr, Gerhard Albert, Leonie Meyr und Cornelia Albert (v. l.) am Zubza-Stand. Foto: privat
Auch in diesem Jahr waren die Zubzas aus Weisendorf zum Heinrichsfest in Bamberg eingeladen und stellten ihr Hilfswerk vor. Erzbischof Ludwig Schick, der Leiter der Weltkirche Deutschland, besuchte den Stand der Weisendorfer und berichtete von der deutschlandweiten Missio-Aktion 2019 für das indische Nagaland und die angrenzenden Staaten. Die sieben Schwesterstaaten sind nur über einen schmalen Korridor mit der übrigen Indischen Union verbunden. Außer an Bangladesch im Südwesten grenzen sie an Myanmar im Osten sowie an China und Bhutan im Norden.
Im ländlichen Bereich sind unterschiedliche Variationen von mit Palmwedeln bedeckten Behausungen auf den Kuppen der steilen Hügel das Heim für Großfamilien oder mehrere Frauen mit ihren Kindern, gleichzeitig auch Vorratshaus für die eigene Ernte. Typischerweise hat eine Frau zumindest sechs, häufig acht bis zwölf Kinder. Durch Mangelernährung, fehlende Hygiene und unzureichende oder eine nicht existierende medizinische Versorgung sterben in den entlegenen Dörfern über 40 Prozent der Kinder vor dem fünften Lebensjahr. Die generelle Lebenserwartung liegt viele Jahre unter dem niedrigen indischen Durchschnitt.
Das Leben ist mühsam und entbehrungsreich. Das Essen wird auf einem Holzfeuer gekocht. Wäsche wird am Fluss gewaschen. Feldarbeit und Straßenbau ist Handarbeit. Dabei begleiten die Kinder in der Regel ihre Eltern, die Größeren kümmern sich um die Kleinen.


Strom gibt es nur sporadisch

Eine Vielzahl der Dörfer im Nagaland ist nur zu Fuß erreichbar. Versorgung mit fließendem Wasser ist in den Dörfern die Ausnahme, Elektrizität steht - wenn überhaupt - nur sporadisch zur Verfügung. Mit Ausnahme von vereinzelten neuen Brücken ist die Querung auch der großen Gewässer nur mit Fähren, zum Teil auf waghalsigen Bambuskonstruktionen möglich.
Millionen Menschen sind am "Sonntag der Weltmission" im Gebet miteinander verbunden. In allen katholischen Pfarreien und Gemeinden der Welt findet an diesem Tag eine Kollekte für die bedürftigen Menschen in diesem Gebiet statt. Damit wird der Sonntag der Weltmission 2019 zur größten Solidaritätsaktion der Welt. Erzbischof Ludwig Schick wird im Februar 2019 mit einer Delegation zur Vorbereitung der Missio-Aktion nach Nord-Ost-Indien reisen. Die Verantwortlichen der Initiative "Hand in Hand fürs Nagaland", die inzwischen viele Projekte - besonders den Schulbau in Peducha - erfolgreich durchgeführt haben, hoffen darauf, mit den Spenden der Missio-Aktion weitere Projekte für die Kinder realisieren zu können.
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