Neukenroth

Nähen für die Zecher

Die Zechgemeinschaft Neukenroth hat neben Trachtengruppen auch eine eigene Nähabteilung, die den Mitgliedern die Kleider auf den Leib schneidert und ausbessert.
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Die Arbeiten der Näherinnen des Volkstrachtenvereins verlangen Konzentration, Geschick und Können, machen aber trotzdem viel Spaß. Von links Monika Fiedler, Elke Wachter, Andrea Beez (Trachtenwart) und die Leiterin und Gründerin Rita Köhn. Foto: K.- H. Hofmann
Die Arbeiten der Näherinnen des Volkstrachtenvereins verlangen Konzentration, Geschick und Können, machen aber trotzdem viel Spaß. Von links Monika Fiedler, Elke Wachter, Andrea Beez (Trachtenwart) und die Leiterin und Gründerin Rita Köhn. Foto: K.- H. Hofmann

Karl-Heinz Hofmann Neukenroth — Der Volkstrachtenverein Zechgemeinschaft Neukenroth feiert am Wochenende von Freitag, 7., bis Sonntag, 9. September, sein 40-jähriges Bestehen, verbunden mit dem Oberfränkischen Gautrachtenfest. Die Zechgemeinschaft zeichnet sich nicht nur durch eine Vielzahl von Trachtengruppen (Kinder-, Jugend- und Erwachsene, dazu Bläser- und Gesangsgruppe) und eine mit großem Aufwand errichtete vereinseigene Zecherhalle aus. Eine weitere Besonderheit bietet der Volkstrachtenverein mit seine Nähgruppe.

Die Zecher-Näherinnen sind zuständig für die Pflege und den Erhalt der über 150 Trachtenanzüge und -kostüme und stellt diese teils auch selbst her. Gegründet wurde diese Nähgruppe im Jahr 1986 durch Rita Köhn, die auch heute noch deren Leiterin ist. Damals hat man die Notwendigkeit hierfür erkannt, denn ständig fielen Änderungsarbeiten an. Vor allem die Kinder wachsen sehr schnell - da bedarf es auch schnellen Anpassens, wobei die Eltern allein dies nicht schultern können.

So entstand in Eigeninitiative eine Nähabteilung, zu der im Jahre 1994 Andrea Beez und im Jahr 2012 Elke Wachter hinzukamen. Sie sind jährlich an mehr als 20 Abenden in ihrer Nähstube in der Zecherhalle tätig und zusätzlich machen sie auch Nacharbeiten zu Hause in ihren eigenen vier Wänden.

Dabei sind die Haupttätigkeiten Änderungen in der Größe, das Ausbessern von Schäden oder auch das Annähen abgerissener Knöpfe, wozu handwerkliches Geschick, aber vor allem auch Geduld und Liebe zum Detail fürs Nähen, Sticken, Flicken und Bügeln abverlangt wird.

Damentracht selbst hergestellt

Für Damen- und Mädchentrachten werden alle Einzelteile selbst hergestellt. Die angefallenen Stunden werden dabei nicht gezählt. "Da schaut keine auf die Uhr, wenn wir über unserer Arbeit sind", sagt die Leiterin Rita Köhn. "Es gehört sehr viel Idealismus und natürlich auch Liebe zum Detail dazu. Es macht Spaß, wenn man die Kostüme und Trachten dann bei Aufführungen bestaunen kann. Und auch das Publikum ist fasziniert, wenn alles sitzt und passt und natürlich freuen wir uns am meisten", sagen die Näherinnen. Zum Bearbeitungsbereich gehören unter anderem bei der Damentracht ein schwarzer Leibrock, eine weiße Bluse, eine handgearbeitete Seidenschürze, ein Seidentuch und Kniestümpfe. Zur Herrentracht gehören unter anderem Trachtenjacke, Trachtenweste, Trachtenhemd, Schleife, Trachtenhose, Trachtenhut und Kniestrümpfe.

In diesem Jahr hat man sogar die Arbeit auf sich genommen und hat für die Bestuhlung der Zecherhalle über 200 Sitzkissen für die Stühle genäht, allerdings waren hier weitere Helferinnen beteiligt. Natürlich hatte man besonders viel zu tun in Vorbereitung auf das anstehende Jubiläum und das Oberfränkische Gautrachtenfest.

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