Dormitz

Nächste Vollsperrung steht bevor

Der Forchheimer Landrat Hermann Ulm (CSU) besuchte Dormitz, Kleinsendelbach und Hetzles. Er bescheinigte allen drei Gemeinden, dass sie trotz der Stadtnähe ihren dörflichen Charakter erhalten hätten.
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Bei der Besichtigung der Baustelle Nepomukbrücke in Dormitz  Foto: Karl Heinz Wirth
Bei der Besichtigung der Baustelle Nepomukbrücke in Dormitz Foto: Karl Heinz Wirth
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Von Bau- und Gewerbegebieten, Kindergartensituation bis zur Rathaus- und Brückensanierung reichten die Themen bei der Visite von Landrat Herrmann Ulm (CSU) in der Verwaltungsgemeinschaft Dormitz, Hetzles und Kleinsendelbach, an der auch die Geschäfts- und Fachbereichsleiter vom Landratsamt Forchheim teilnahmen.

In Kleinsendelbach ging es zum Rathaus, wo Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWG) die Arbeiten am Rathaus erläuterte wie Erneuerung und Dämmung des Daches bis zur barrierefreien Gestaltung der Räume und Zugänge. Bis Oktober 2019 sollen alle Arbeiten fertiggestellt sein. Bis zu 270  000 Euro werden gefördert.

Im Kinderhaus kritisierte Werner, dass die Gemeinde immer nur für ein Jahr die Genehmigung für die Nutzung der Küche bekomme, da sie angeblich zu klein sei. Dabei würden die Kinder ihr Essen von einem Cateringunternehmen bekommen. Dennoch gebe es die Auflage, eine Küche mit einer Raumgröße von 33 Quadratmetern zu bauen. "Wir wissen allerdings nicht wo", sagte Werner, "denn wir haben schlicht und einfach keinen Platz mehr." Sie bat Landrat Ulm, zu prüfen, ob nicht eine Möglichkeit der Genehmigung über einen längeren Zeitraum bestehe.

Baugebiet "Bergäcker"

Bei der Vorbereitung für das Baugebiet "Bergäcker" gibt es Probleme mit dem Vorhabensträger sowie einer ungünstig gelegenen Stromleitung, die den Projektstart verzögern.

Das Hackschnitzelheizwerk und den Krippenneubau zeigte Bürgermeister Franz Schmidtlein (BHH) bei der Rundfahrt in Hetzles. Dass man große Investitionen getätigt habe, sehe man an der Trinkwasserversorgung. Hier habe man für 720 000 Euro die Kapazität um 250 Kubikmeter erweitert, so dass nun 550 Kubikmeter Wasser zur Verfügung stehen, die für Trockenperioden ein Sicherheitspuffer seien.

Mit dem Neubaugebiet "An der Schule" haben die Bauwerber sehr freie Gestaltungsmöglichkeiten. Auf 35 290 Quadratmetern entstanden 35 Bauparzellen. Ein Beispiel für gelungene Dorferneuerung zeigte Schmidtlein in Honings.

In Dormitz zeigte Bürgermeister Holger Bezold (FW) die mit einem Kostenaufwand von 190 000 Euro fertiggestellte Aussegnungshalle am Friedhof. Die alte Aussegnungshalle wurde zwischenzeitlich abgerissen, so dass als Nächstes die Wege im alten Friedhof saniert werden können.

Sorgen bereitet das Gewerbegebiet "Langenau". Erst wenn die Umgehungsstraße errichtet sei, könne das Gewerbegebiet verwirklicht werden. Circa 27 000 Quadratmeter Gewerbefläche würden entstehen.

Nächster Brennpunkt ist die Nepomukbrücke. Hier seien die Sanierungsarbeiten schon relativ weit fortgeschritten, erklärte Bezold auf der Baustelle. Die Öffnung der Brücke ist für Herbst geplant. Hier liegen die Kosten bei 725 000 Euro. Wenn die Nepomukbrücke wieder befahrbar ist, steht den Verkehrsteilnehmern 2020 mindestens für drei Monate die nächste Komplettsperrung durch Dormitz bevor. Dann wird am Ortsausgang Richtung Neunkirchen am Brand die Brücke der Staatsstraße über den Brandbach durch das Straßenbauamt Bamberg erneuert. Dies bedeutet, Autofahrer müssen noch weitere Umwege in Kauf nehmen.

In diesem Zusammenhang möchte die Gemeinde die Bushaltestellen barrierefrei ausbauen. Allerdings habe das Staatliche Bauamt alle Vorschläge abgelehnt.

Mit dem Neubau eines zweiten Kindergartens kann begonnen werden, sobald die Umsiedlung der Zauneidechse erfolgt und die Bauleitplanung abgeschlossen sei, sagte Bezold.

Landrat Herrmann Ulm bescheinigte allen drei Gemeinden, dass sie sich trotz der Stadtnähe ihren dörflichen Charakter erhalten hätten.

Die einzelnen Geschäfts- und Fachbereichsleiter schilderten dann ihre gewonnen Eindrücke und erläuterten mögliche Verbesserungen.

Kreisbrandrat Oliver Flake erklärte, dass das Feuerwehrwesen in den drei Gemeinden sehr gut dastehe. Besonders treffe dies auf die First Responder zu, die im Jahr zu circa 200 Einsätzen gerufen werden.

Bürgermeisterin Werner fragte Jochen Prinzkowski von der Polizeiinspektion Forchheim, warum in die Gemeinde keine polizeiliche Verkehrsüberwachung mehr komme. Liegt es vielleicht daran, dass eine kommunale Verkehrsüberwachung beauftragt worden sei? Konkretes könne er nicht sagen, so Prinzkowski, aber er werde dies in der Dienststelle ansprechen.

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