Herzogenaurach

Nächste Hürde für "In der Reuth"

Heute Abend werden die Ergebnisse aus der vorgezogenen Bürgerbeteiligung vorgestellt. Angrenzend an benachbarte Anwohnerstraßen soll die Bebauung weniger massiv ausfallen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Anderthalb Jahre währt die Diskussion um das neue Baugebiet in der Reuth schon. Viele Bemerkungen kamen aus den nahe gelegenen Anwohnerstraßen.  Foto: FT- Archiv (bp)
Anderthalb Jahre währt die Diskussion um das neue Baugebiet in der Reuth schon. Viele Bemerkungen kamen aus den nahe gelegenen Anwohnerstraßen. Foto: FT- Archiv (bp)

Bernhard Panzer Mit dem Neubaugebiet in der Reuth soll es nun in die öffentliche Auslegung gehen. Dem Planungsausschuss werden am heutigen Mittwoch um 17 Uhr die Einwände aus der vorgezogenen Bürgerbeteiligung und die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange vorgestellt. Danach sollen die Änderung des Flächennutzungsplans und der Bebauungsplan dem Stadtrat zur Genehmigung empfohlen werden.

Anderthalb Jahre sind inzwischen ins Land gezogen. In dieser Zeit sind auch einige Änderungen mit eingeflossen. Zum Beispiel ist die Bebauung zu den bestehenden Anwohnerstraßen weniger massiv geworden, auch wurden die Einfahrten zu den Parkhäusern verändert. Vor allem aus dem Bereich der Gerhart-Hauptmann-Straße, der Theodor-Heuss-Straße und der Lessingstraße wurden Bedenken eingereicht. Eine Anwohnerliste trug allein 194 Unterschriften.

Landwirt wehrt sich

Außerdem hat sich ein Landwirt durch einen Anwalt vertreten lassen. Er ist nicht bereit, das Grundstück in den Geltungsbereich eines Bebauungsplans einbeziehen zu lassen. Das Land werde auch in der Zukunft für landwirtschaftliche Zwecke benötigt, heißt es. Der Schreiber betonte: "Durch die Bautätigkeiten der Stadt Herzogenaurach werden mir in den nächsten Jahren bereits sechs Hektar landwirtschaftliche Pachtfläche verloren gehen. Jedoch benötige ich jede einzelne Fläche zur Erzeugung von ökologischen und regionalen Lebensmitteln."

In ihrer Antwort betont die Stadt Herzogenaurach, dass dringender Bedarf bestehe, Wohnraum zu schaffen. Das Gebiet entlang der Straße "In der Reuth" sei eine der letzten baulichen Arrondierungsflächen im Stadtgebiet. Man kommt dem Besitzer entgegen. In dem Bebauungsplan, so heißt es weiter, sei ein Baurecht festgelegt, das als Angebot wahrgenommen werden könne. Das müsse aber nicht kurzfristig erfolgen. Darüber hinaus sei die Stadt grundsätzlich bereit, die im Plangebiet liegenden Flächen mit anderen geeigneten landwirtschaftlichen Flächen zu tauschen.

Insgesamt sollen in dem neuen Wohngebiet nahe der Fachklinik bis zu 850 Menschen wohnen können. Vorgesehen ist vornehmlich sozialer Mietwohnungsbau und geförderter Wohnungsbau sowie zu einem Drittel auch und frei finanzierter Wohnungsbau.

Ziel des Bebauungsplans ist es, sowohl Wohnraum für finanziell schwächere Personengruppen bereit zu stellen als auch junge Familien zu fördern, die eine eigene Wohnung respektive ein eigenes Wohnbauland erwerben wollen. Über den frei finanzierten Teil will man auch den sonstigen Wohnungsmarkt ansprechen.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren