Kloster Banz
Konzert

Nachwuchstalent an der Seuffert-Orgel

Mit geistlicher Orgelmusik erfreute am Sonntagvormittag Manuel Höppner die Besucher in der Banzer Stiftskirche. Das Nachwuchstalent aus Unterneuses spielte an der berühmten Seuffert-Woehl-Orgel barock...
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Manuel Höppner erklimmt die schmale Wendeltreppe zur Orgelempore. An der Wand haben sich namhafte Organisten verewigt. Seit drei Jahren ist auch er darunter.  Foto: Andreas Welz
Manuel Höppner erklimmt die schmale Wendeltreppe zur Orgelempore. An der Wand haben sich namhafte Organisten verewigt. Seit drei Jahren ist auch er darunter. Foto: Andreas Welz
Mit geistlicher Orgelmusik erfreute am Sonntagvormittag Manuel Höppner die Besucher in der Banzer Stiftskirche. Das Nachwuchstalent aus Unterneuses spielte an der berühmten Seuffert-Woehl-Orgel barocke Präludien und Arien von Johann Sebastian Bach, Pater Johann Valentin Rathgeber und César Franck.
Höppner leitete das Konzert mit Präludium und Fuge in c-Moll von Bach ein. Das berühmte Werk vereinigt in sich alle Kriterien eines erstrangigen Meisterstücks. Den Hauptsatz schweißte er zu einem geschlossenen Ganzen zusammen. Den Übergang zur Romantik beschrieb der Organist mit Francks Prélude, Fuge und Variation h-Moll in einfühlsamer Spielweise. Das einzigartige Juwel des gesamten Orgelschaffens im 19. Jahrhundert ist eine Verbeugung vor Bach. Höppner ließ das Prélude in der Art eines Wiegenliedes ruhig dahinfließen. Mit einer kurzen Überleitung führte der Organist in die kunstvoll-konventionelle Fuge, deren Thema aus dem Vorgängersatz gewonnen ist. Den Abschluss bildete eine Variation des Prélude mit einem filigran-perlenden Lauf. Der ruhige Atem der Musik blieb dabei ganz und gar erhalten.
Eine Hommage an Johann Valentin Rathgeber, der bis zu seinem Tod am 2. Juni 1750 in Banz lebte, waren zwei besondere Werke des Benediktinermönchs. Die "Aria ex e" und die sehr ähnliche "Aria ex a". Beide Werke bestehen aus jeweils einer Melodie, die drei Mal wiederholt wird. Manuel Höppner verstand es, die Monotonie zu durchbrechen. indem er mit unterschiedlichen Registrierungen und Verzierungen das Thema immer neu belebte. Als Registrant assistierte sein jüngerer Bruder David Höppner, der bereist als Pianist hohe Auszeichnungen erhielt.
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