Weisendorf
Bebauungsplan

Nachverdichtung mit fünf neuen Häusern

Der Weisendorfer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montagabend den Bebauungsplan "östlich der Lindenstraße" beschlossen und setzt damit auf Nachverdichtung. Wie Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) erk...
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Der Weisendorfer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montagabend den Bebauungsplan "östlich der Lindenstraße" beschlossen und setzt damit auf Nachverdichtung. Wie Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) erklärte, werde schon seit Jahren angefragt, ob und wie die bisher als Garten- und Grünfläche genutzten Grundstücke des Plangebietes bebaut werden können.

Dazu habe das Landratsamt der Gemeinde empfohlen, einen Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren aufzustellen. Dann bestehe ein dauerhaftes Baurecht für die einzelnen Baugrundstücke, und Dinge wie Zufahrt und Stellplätze können genau festgelegt werden.

Wie ein Anwohner erklärte, seien die Nachbarn nicht gerade begeistert, denn die Straße würde keinen weiteren Verkehr vertragen. Seine Frage, ob öffentliche Parkmöglichkeiten geschaffen werden, verneinte der Bürgermeister und verwies auf die Stellplatzsatzung des Marktes Weisendorf.

Eigentümer zahlen Erschließung

Die von der Planung betroffenen Grundstücksflächen im Innenbereich werden verschmolzen und in fünf Baugrundstücke zuzüglich Zufahrt im Gemeinschaftsanteil aller Anlieger neu festgelegt. Dazu erfolgte bereits die amtliche Vermessung auf der Grundlage des Bebauungsplanentwurfs.

Der Markt Weisendorf übernimmt für das Verfahren keine Architekten- und Ingenieurhonorare. Mit den Grundstückseigentümern wird ein städtebaulicher Vertrag zur Beauftragung eines Planers und ein Erschließungsvertrag abgeschlossen. Der Vertrag ist notariell zu beurkunden und die Kosten dafür tragen die Grundstückseigentümer. Der Geltungsbereich umfasst rund 2590 Quadratmeter, auf denen fünf Einzelhäuser entstehen sollen. Die Architektenleistung für die Erstellung des Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan erbringt das Architekturbüro Thomas Kühnl aus Dachsbach. Der Marktgemeinderat stimmte dem Vorentwurf, der auch als eine gewaltige Verdichtung bezeichnet wurde, ohne weitere Diskussion zu.

Gemeinde erhöht Zuschuss

Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, dem Institut Notre Dame de Vie für die Renovierung des Parkettbodens im Schloss Weisendorf einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro zu gewähren. Grundlage für die Entscheidung war die vorgelegte Kostenschätzung, wonach die Ausgaben für die Maßnahme 10 000 Euro betragen würde. Nun wurde mit dem Beginn der Renovierungsarbeiten ein viel größerer Schaden als ursprünglich vermutet festgestellt. Aufgrund einer neuen Kostenschätzung belaufen sich die Kosten für die Renovierung des Bodens auf knapp 67 000 Euro. Bei einem Fördersatz von 3,5 Prozent errechnet sich ein gemeindlicher Zuschuss in Höhe von 2334 Euro, der auf 2500 Euro aufgerundet wurde. Der Beschluss vom Oktober 2018 wurde aufgehoben.

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