Wilhelmsthal

Nachts gehen die Lampen aus

In allen Wilhelmsthaler Ortsteilen wird die Straßenbeleuchtung zwischen 1 und 4 Uhr abgeschaltet. Die finanzielle Ersparnis war in der jüngsten Sitzung des Gremiums Diskussionsthema - und das Sicherheitsempfinden der Bürger.
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Die Straßenbeleuchtung in Wilhelmsthal und den Ortsteilen löste auf Anfrage von Zweitem Bürgermeister Gerhard Eideloth (CSU) eine lebhafte Diskussion aus.  Foto: Symbolbild Michael Wunder
Die Straßenbeleuchtung in Wilhelmsthal und den Ortsteilen löste auf Anfrage von Zweitem Bürgermeister Gerhard Eideloth (CSU) eine lebhafte Diskussion aus. Foto: Symbolbild Michael Wunder

Sollen in Wilhemsthal die Lichter ausgehen oder nicht? Das war die große Frage in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Nicht die zwölf schnell abgearbeiteten Tagesordnungspunkte, sondern eine Anfrage von Zweitem Bürgermeister Gerhard Eideloth (CSU) war der Hauptdiskussionspunkt.

Dieser fragte, warum die Straßenlampen jetzt zwischen 1 und 4 Uhr abgeschaltet werden. Bei den meisten Gemeinden würden die Lampen die ganze Nacht leuchten. Er sagte, dass mehrere Bürger sich bei ihm beschwert hätten und dies auch ein "Sicherheitsfaktor" sei.

Wenig Leute unterwegs

Bürgermeisterin Susanne Grebner (SPD) sagte, dass es in den einzelnen Ortschaften verschiedene Schaltzeiten gab. Um dies auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, habe man einen Durchschnitt gebildet und steuere nunmehr alle gleich. Demnach werden die Lampen in allen Ortsteilen um 1 Uhr aus- und um 4 Uhr wieder eingeschaltet. Zu dieser Zeit sind, so die Bürgermeisterin, die wenigsten Menschen unterwegs.

Energiefresser

Die Straßenbeleuchtung sei ein unheimlicher Energiefresser und man spare so 10 000 Euro. Die Beschwerden, die in der Gemeinde eingegangen sind, waren gerade mal drei, informierte Grebner. Weitere Wortmeldungen warfen die Frage auf, ob die Sicherheit der Gemeinde 10 000 Euro wert sind.

Turnhallensanierung

Die Bürgermeisterin informierte, dass es bei der Generalsanierung der Turnhalle in Wilhelmsthal gut vorangehe. Im Dezember werde man mit den Bauarbeiten fertig sein. Genehmigt wurde ein Nachtrag für die Elektrotechnik in Höhe von 11 313 Euro an die Firma Kirchner aus Coburg. Bei den Ausschreibungen für die Bodenbelagsarbeiten setzte sich die Firma AWK mit einer Auftragssumme von 45 536 Euro durch.

Den Zuschlag für die Sanierung von Einlaufschächten und das Setzen von Leistungssteinen in Gifting bekam die heimische Firma Pfadenhauer zum Festpreis vom 11 199 Euro. Die im Zuge der Wartungsarbeiten im Kanalstauraum Steinberg-Ost festgestellten Schäden an der vorhandenen Waage-Drossel werden durch Austausch beseitigt. Die Kosten belaufen sich auf 12 316 Euro.

Die Sanierung der Stützmauer in der Alten Poststraße ist unumgänglich und schlägt für 33 458 Euro zu Buche.

Ortskerne aufgewertet

Beschlossen wurde im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern die Beseitigung innerörtlicher Leerstände und zur Aufwertung der Ortskerne das Wohnhaus Uferweg 1 in Steinberg und das ehemalige Firmengelände in der Lindenstraße 33 in Gifting zu beantragen. Anschließend sollen die Freiflächen mit Hilfe des Förderprojekts neu gestaltet werden. Dem Antrag des Bund Naturschutz auf naturorientierte Wegrandpflege wurde, wo möglich, entsprochen. An verschiedenen Stellen sei dies jedoch nicht möglich. Gemeinderat Thomas Greser gab zu bedenken, dass ein späterer Mähzeitpunkt das Wachstum des Johanniskraut beschleunige. Wie er sagte, habe es sich speziell bei den öffentlichen Flächen extrem vermehrt und greife dann auch auf Privatgrund über.

Geschäftsleiter Mario Kotschenreuther informierte, dass man mit der vom Freistaat Bayern erhaltenen Stabilisierungshilfe ein Darlehen in Höhe von knapp 250 000 Euro tilgen könne. Die Voraussetzungen zur Ablösung seien erfüllt, so Kotschenreuther. Der Zinssatz lag bei 2,4 Prozent. Man sende damit auch ein positives Signal, dass das definierte Ziel, die dauernde Leistungsfähigkeit bis zum Jahr 2021 wieder zu erreichen, ernst gemeint sei.

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