Bamberg

Nach Pause aufgedreht

Brose Bamberg gewinnt das dritte Viertel gegen tapfere Tübinger mit 31:12 und feiert einen 97:63-Kantersieg.
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Luka Mitrovic (hier beim Dunking gegen Tübingens Phillip Heyden) ließ einige Male sein offensives Potenzial aufblitzen. Fotos: Daniel Löb
Luka Mitrovic (hier beim Dunking gegen Tübingens Phillip Heyden) ließ einige Male sein offensives Potenzial aufblitzen. Fotos: Daniel Löb
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Mit im Schnitt 33,6 Punkten Vorsprung hatten die Brose-Basketballer die letzten sieben Heimspiele gegen Tübingen für sich entschieden - und an dieser Dominanz änderte sich auch am Samstagabend nichts, obwohl die bereits als Absteiger feststehenden Walter Tigers eine ordentliche erste Halbzeit abgeliefert hatten. Nach 42 Punkten bis zur Pause (Bamberg 50) drehte der deutsche Meister im dritten Viertel (31:12) auf und legte damit den Grundstein für den Erfolg mit 34 Punkten Differenz (97:63).
Hätten Lucca Staiger, Ali Nikolic und Maodo Lo in den letzten zehn Minuten nicht insgesamt sieben Dreier (zuvor betrug die Quote aus der Distanz 70 Prozent) liegen lassen, wäre der Hunderter gelungen, nachdem schon vor dem letzten Viertel 81 Punkte zu Buche standen.
"Gratulation an die Tübinger, sie haben das Spiel heute sehr ernst genommen. Fast alle Spiele Tübingens wurden erst in der zweiten Hälfte entschieden. Wir waren heute bereit. Ich bin glücklich, dass wir eine gute Einstellung gezeigt und die Partie durchgezogen haben. Im dritten Viertel haben wir sehr gut verteidigt, sowohl im Eins- gegen-Eins als auch bei den Dreipunktewürfen. Das war ein Schlüssel heute", freute sich Bambergs Trainer Luca Banchi über die solide Vorstellung.
Ein weiterer Trumpf war das sehenswerte Passspiel (25 Assists/Hackett 7). "In der Offensive haben wir ruhig agiert und den Ball gut bewegt, deshalb gelang auch sechs Spielern eine zweistellige Punktausbeute. Insgesamt war das eine schöne Vorstellung meiner Mannschaft", freute sich der Italiener, der in der Schlussphase auch Eddy Edigin und Nico Wolf das Vertrauen schenkte, wobei sich Wolf sogar über seine ersten Bundesliga-Punkte freuen durfte.
"Die Erfahrung zählt, dafür ist jede Minute wichtig. Es macht sehr viel Spaß und hilft uns enorm weiter. Ich habe mich gefreut, dass Nico und Eddy noch reingekommen sind. Es ist cool, auf diesem Level mit ihnen zusammenzuspielen. Wir wollten zeigen, dass wir es auch können und haben das ganz gut geschafft", zog Youngster Louis Olinde (5 Punkte/4 Rebounds), der fast 18 Minuten auf dem Parkett stand, Bilanz.


Die Langen überzeugen

Überzeugende Offensiv-Leistungen boten vor allem die Langen im Brose-Team: Leon Radosevic (6 von 6), der zuletzt in der Kritik stehende Dejan Musli (6 von 7) und Luka Mitrovic (6 von 9) nutzten ihre Überlegenheit am Brett und steuerten mit hochprozentigen Trefferquoten 42 Punkte zum klaren Sieg bei.
Nach der Oldenburger Heimniederlage gegen Würzburg sind nun Bonn, Oldenburg, Bayreuth und Bamberg (alle 36:22) punktgleich auf den Plätzen 4 bis 7, so dass sich das Brose-Team mit einem Heimsieg gegen die EWE Baskets am Freitag (19 Uhr) und einem Erfolg beim Tabellenachten in Frankfurt am Sonntag sogar noch Chancen auf Rang 4 ausrechnen darf.
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