Kulmbach
Polizei

Nach Mitternacht flogen in Kulmbach die Fäuste

Der Bierfestmittwoch erfreute sich eines regen Besucherzuspruchs. Trotz der zahlreichen Feiernden auf dem Eku-Platz blieb die Stimmung zunächst friedlich. Erst nach Schankschluss war ein mehrfaches po...
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Der Sicherheitsdienst ist beim Bierfest im Einsatz.  Foto: Barbara Herbst
Der Sicherheitsdienst ist beim Bierfest im Einsatz. Foto: Barbara Herbst

Der Bierfestmittwoch erfreute sich eines regen Besucherzuspruchs. Trotz der zahlreichen Feiernden auf dem Eku-Platz blieb die Stimmung zunächst friedlich. Erst nach Schankschluss war ein mehrfaches polizeiliches Einschreiten notwendig.

Auch am Mittwoch bekamen die Kulmbacher Ordnungshüter personelle Unterstützung durch die Nürnberger Bereitschaftspolizei. Die Beamten waren ob der friedfertigen Stimmung im und um den Stadel aber bis zum eigentlichen Veranstaltungsende kaum gefordert. Lediglich kleinere Streitereien und Platzverweise waren an der Tagesordnung, die für alle Beteiligten weitgehend folgenlos blieben.

Kurz nach Mitternacht entluden sich jedoch binnen 30 Minuten an mehreren Örtlichkeiten in der Stadt scheinbar aufgestaute Emotionen. Den Anfang machte eine handfeste Auseinandersetzung in einem Lokal in der Oberen Stadt, wo zwei Männer wegen eines Missverständnisses aneinandergerieten. Der 57-jährige Kulmbacher und ein 28-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis teilten gegenseitig Faustschläge aus.

Ein dritter Gaststättenbesucher wollte schlichtend dazwischengehen und zog sich ebenfalls leichtere Blessuren zu. Insgesamt nahmen die Bereitschaftspolizisten drei Anzeigen wegen Körperverletzung auf.

Zwei weitere, deutlich heftigere Auseinandersetzungen ereigneten sich nahezu zeitgleich am Schwedensteg und am Marktplatz. Vor einer Eisdiele im Stadtzentrum erlitt ein 37-jähriger aus dem Landkreis Kulmbach eine Gesichtsverletzung, die ihm ein bislang unbekannter Mann durch einen wuchtigen Schlag mit einer Glasflasche beibrachte. Der Geschädigte musste rettungsdienstlich versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden, die Kulmbacher Polizei hat ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Aufgrund mehrerer Hinweise aus dem Umfeld des Geschädigten dürfte die Verletzung des Mannes eine zwischenmenschliche "Vorgeschichte" haben, weswegen die Beamten zuversichtlich sind, den derzeit noch unbekannten Schläger rasch ermitteln zu können.

Am Schwedensteg gerieten unterdessen insgesamt sechs Personen aneinander, was dem aufmerksamen Sicherheitsdienst nicht verborgen blieb. Die Mitarbeiter informierten rasch die Polizei, so dass mehrere Beteiligte noch am Tatort angetroffen werden konnten.

Es stellte sich heraus, dass zwei 27-jährige Männer aus einer Gemeinde im nördlichen Landkreis in Streit geraten waren, der in einer heftigen körperlichen Auseinandersetzung gipfelte. Im Verlauf dieser hagelte es gegen einen der Beteiligten, der bei der Schlägerei zu Boden gegangen war, Fußtritte gegen seinen Kopf. Der Mann musste ärztlich behandelt werden.

Der Schläger wurde von den Bereitschaftspolizisten unterdessen zunächst in Gewahrsam genommen, die Polizeiinspektion Kulmbach ermittelt gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung. pol

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