Rödental
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Nach einigen Tücken hat die Werkfeuerwehr Saint Gobain ihr Fahrzeug

Ein wichtiger Bestandteil im Feuerwehrwesen der Stadt Rödental ist die Werkfeuerwehr Saint Gobain. Insgesamt 17 Mitarbeiter des Rödentaler Unternehmens bilden die Wehr, die nicht nur innerhalb des Unt...
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Bei der Übergabe des Mehrzweckfahrzeuges an die Werkfeuerwehr Saint Gobain erklärten die Fachleute die Funktionalität (von links): Landrat Sebastian Straubel, Jens Stammberger, Dritter Bürgermeister Gerd Mücke, Bürgermeister Marco Steiner, Richard Utzschneider, Thomas Lesch, Manfred Lorenz.  Foto: Martin Rebhan
Bei der Übergabe des Mehrzweckfahrzeuges an die Werkfeuerwehr Saint Gobain erklärten die Fachleute die Funktionalität (von links): Landrat Sebastian Straubel, Jens Stammberger, Dritter Bürgermeister Gerd Mücke, Bürgermeister Marco Steiner, Richard Utzschneider, Thomas Lesch, Manfred Lorenz. Foto: Martin Rebhan

Ein wichtiger Bestandteil im Feuerwehrwesen der Stadt Rödental ist die Werkfeuerwehr Saint Gobain. Insgesamt 17 Mitarbeiter des Rödentaler Unternehmens bilden die Wehr, die nicht nur innerhalb des Unternehmens eingesetzt wird, sondern auch in die Kreisfeuerwehr integriert ist. Damit die Werkfeuerwehr ihre Aufgaben erfüllen kann, kommt es nicht nur auf die gut ausgebildeten Einsatzkräfte, sondern auch auf die entsprechende technische Ausrüstung an. Ein Teil davon war ein Mehrzweckfahrzeug, das aber schon über 30 Jahre auf dem berühmten "Buckel" hatte und dringend ersetzt werden musste.

Am vergangenen Samstag konnte das neue Fahrzeug, das nicht nur einen rollender Kommandostand darstellt, sondern auch zum Transport von Einsatzkräften und zur Verkehrsabsicherung herangezogen werden kann, offiziell in den Dienst der Werkfeuerwehr Saint Gobain gestellt werden. Neben den normalen Ausrüstungsgegenständen gehören auch sogenannte Vollschutzanzüge zur Ausstattung des Fahrzeuges. Die Anschaffungskosten bezifferte Kommandant Dirk Schubert mit rund 40 000 Euro. Das Besondere daran ist, dass für den Kauf von Fahrzeugen für Werkfeuerwehren keine staatlichen Zuschüsse gewährt werden. "Saint Gobain musste die gesamten Kosten alleine aufbringen", erläuterte Dirk Schubert. Dass ein Unternehmen diese Gelder nicht so einfach aus dem Ärmel schüttelt, ist klar. Aus diesem Grund erklärt sich vielleicht, warum die Verantwortlichen der Wehr rund zehn Jahre lang "den Bohrer ansetzen" mussten, bis von der Geschäftsleitung die Zustimmung kam.

Einige Hindernisse

Zur Aufheiterung trug Jens Stammberger bei, als er darlegte, dass die Beschaffung des Fahrzeuges mit einigen Fallstricken verbunden gewesen sei. Dass eine Batterie fehlte und die Signalbalken (aus England) zu spät geliefert wurden, war noch nachvollziehbar, dass man den Wehrleuten beim Händler in der Nähe von Osnabrück das komplett falsche Fahrzeug übergab und man erst in Rödental bei der Überprüfung der Fahrgestellnummer das Malheur feststellte, hört man nicht alle Tage. Humor bewies auch Geschäftsführer Richard Utzschneider, dem "scheibchenweise" beigebracht wurde, dass der Einsatzwagen nicht nur aus dem Fahrzeug selbst, sondern auch noch aus diversen Ausstattungsteilen besteht. "Das Zubehör war teurer als das Auto selbst", ließ er mit einem Anflug von Galgenhumor wissen.

Für ihn steht die Notwendigkeit der Werkfeuerwehr außer Frage. "Es ist wichtig, dass wir Menschen vor Ort haben, die die unterschiedlichsten Arten der Brennöfen kennen und tagsüber schnell vor Ort sind", betonte Utzschneider. Die Zahl der Brennöfen lässt aufhorchen. Nach Worten des Kommandanten befinden sich auf dem Firmengelände 724 Brennstellen.

"Es ist geschafft", mit diesen Worten kommentierte Landrat Sebastian Straubel die Inbetriebnahme des neuen Fahrzeuges. Er unterstrich, dass das Engagement der Feuerwehrleute höchsten Respekt verdiene.

Die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den freiwilligen Feuerwehren der Stadt Rödental und der Werkfeuerwehr Saint Gobain stellte Zweiter Bürgermeister Thomas Lesch heraus. Die überaus anerkennenden Worte und das Bekenntnis zur Werkfeuerwehr stellen nach Auffassung von Kreisbrandrat Manfred Lorenz einen sehr großen Motivationsschub für die Dienstleistenden dar. Die beiden Pfarrer Wolfgang Stefan (Mönchröden) und Peter Fischer (Pfarrei St. Hedwig, Rödental) segneten das Fahrzeug und die Menschen, die künftig mit ihm arbeiten. mr

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