Schneckenlohe
goldene Hochzeit

Nach 50 Jahren (fast) wie frisch verliebt

"Müsste ich etwas Liebevolles zu meiner Frau sagen, dann könnte ich das nicht in einem Satz. Dazu dürfte ich ein ganzes Buch schreiben." "Mein Mann ist meine Stütze, mein Rückhalt, ohne ihn möchte ich...
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Yvonne und Erwin Horn feierten goldene Hochzeit. Mit dabei waren auch (von links) Zweiter Bürgermeister Andreas Kristek, Sohn Lars und Pfarrer Gerald Munzer. Foto: Maria Löffler
Yvonne und Erwin Horn feierten goldene Hochzeit. Mit dabei waren auch (von links) Zweiter Bürgermeister Andreas Kristek, Sohn Lars und Pfarrer Gerald Munzer. Foto: Maria Löffler

"Müsste ich etwas Liebevolles zu meiner Frau sagen, dann könnte ich das nicht in einem Satz. Dazu dürfte ich ein ganzes Buch schreiben." "Mein Mann ist meine Stütze, mein Rückhalt, ohne ihn möchte ich nicht leben." Diese Sätze kommen nicht aus dem Munde von frisch Verliebten, sie kommen von einem Ehepaar, das seit 50 Jahren verheiratet ist. Yvonne und Erwin Horn aus Schneckenlohe feierten jetzt goldene Hochzeit.

"In des Lebn wo scho wos neigepackt", war sich Pfarrer Gerald Munzer sicher. Und über Altbürgermeister Erwin Horn sagt er: "Er hat dafür gesorgt, dass hier die Kinder ein Zuhause haben und dass es eine evangelische Kirche gibt. Außerdem war er immer schon ein Mann der Tat. Ärmel hochkrempeln und anpacken, so kennt man ihn." Der Jubilar selbst blickt auch noch gerne auf seine lange, politische Karriere zurück. "30 Jahre war ich im Gemeinderat und 24 Jahre Bürgermeister hier in Schneckenlohe, ich liebe meinen Heimatort." Und weil er denkt, "dass mei Fraa a bissla ze kurz kummt, wenn bloß über mich geplaudert wätt", lobt er: "Sie hat mir immer den Rücken freigehalten, hatte ganz viel Geduld. Wenn das nicht so wäre, hätten wir es ja nicht so lange miteinander ausgehalten."

Zweiter Bürgermeister Andreas Kristek hatte außer guten Wünschen auch noch ein gutes Wort: "Dä soucht sei Zeuch, wie er es denkt. Hier in Schneckenlohe hat er das Vereinsleben nachhaltig geprägt, hatte oft Führungspositionen inne und konnte auch politisch viel durchsetzen. In die Wege geleitet hat er unter anderem die Dorferneuerungen in Beikheim und Mödlitz. Und gäbe es ihn nicht, würde hier schon lange kein Johannifeuer mehr brennen."

Erwin Horn, der eigentlich Industriekaufmann gelernt hatte, übernahm 1977 die elterliche Drechslerei. "Damit ich die weiterführen konnte, hätte ich eigentlich den Meisterbrief gebraucht. Und diese Prüfung hätte ich frühestens fünf Jahre nach Beantragung ablegen können, viel zu lange also. Dann hab ich den Betrieb abgemeldet und ihn als Holzbearbeitungsbetrieb wieder angemeldet und alles war gut. Dafür brauchte ich nämlich keinen Meisterbrief." Und da auch Sohn Lars diesbezüglich keine Ambitionen zeigte, wurde der Betrieb vor einigen Jahren aufgegeben. "Aber manchmal geht er schon noch in die Werkstatt", verrät seine Frau Yvonne und muss grinsen. Sie liebt ihren Garten und freut sich auf die gemeinsamen Ausflüge mit ihrem Erwin.

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