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Nach 1,3 Tonnen im Vorjahr wurden im Reisergarten heuer nur 90 Kilo Obst geerntet

Traditionell begann der Gartenbauverein den Reigen der Jahreshauptversammlungen in der Gemeinde. Vorsitzender Herwig Neumann ließ die Mitglieder zunächst anhand von Fotos am Jahresablauf teilhaben. De...
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Die Geehrten des Trebgaster Gartenbauvereins Foto: Dieter Hübner
Die Geehrten des Trebgaster Gartenbauvereins Foto: Dieter Hübner

Traditionell begann der Gartenbauverein den Reigen der Jahreshauptversammlungen in der Gemeinde. Vorsitzender Herwig Neumann ließ die Mitglieder zunächst anhand von Fotos am Jahresablauf teilhaben. Der begann mit einer Winterwanderung, gefolgt vom Frühjahrs- und Sommerschnittkurs mit Adolf Lauterbach im Reisergarten, Vorträgen, der Maiwanderung und der Bepflanzung der 25 Blumenkästen an der Brücke in der Ortsmitte , um die sich besonders Enno Harles und Brigitte Schröder kümmerten.

Damit der Reisergarten ein Paradies für Schmetterlinge und Wildbienen bleibt, wurde er nur zweimal gemäht. Eher bescheiden mit etwa 90 Kilogramm gegenüber 1,3 Tonnen im Vorjahr fiel die Obsternte aus. Am Michelsreuther Berg wurde die Hütte instandgesetzt.

Kassier Thomas Hahn konnte von einem positiven Jahresabschluss berichten. Er erwähnte, dass man damit begonnen habe, die maroden Treppenstufen im Reisergarten neu zu setzen. Im Frühjahr werde ein neues Geländer montiert. Ein kleiner Wermutstropfen ist der Mitgliederrückgang knapp unter die magische Grenze von 300.

Ausblickend lud Herwig Neumann alle zur Winterwanderung am 13. Dezember nach Harsdorf ein. Gleich im ersten Quartal 2020 könnten die Mitglieder dann wieder drei interessante Vorträge zu den Themen "Hecken im Siedlungsbereich", Obstanbau im Hausgarten" und "Das Lymphsystem" besuchen.

Bürgermeister Werner Diersch lobte die Aktivitäten des drittältesten Trebgaster Vereins. "Nicht nur durch die Brückenbepflanzung tragt ihr zur Verschönerung unseres Dorfes bei. Ihr schafft es, dass eure Leute überall mit anpacken, um unser Ortsbild weiter aufzuwerten."

Kreisvorsitzender Günter Reif und Kreisfachberater Friedhelm Haun wiesen auf die Probleme der anhaltenden Trockenheit hin. Aktionen wie "Rettet die Bienen" oder "Fridays for future" sorgten dafür, dass sich auch die Politik mit dem Klima auseinandersetzt. In der Bevölkerung müsse ein Umdenken stattfinden . "Jeder kann etwas dafür tun, um unsere Artenvielfalt zu erhalten. Wichtig ist es, unser Wissen an die nächste Generation weiterzugeben und unseren Enkeln die Insekten und Blumen im Garten zu zeigen", sagte Reif.

Eine gute Tradition des Landkreises ist die Auszeichnung von besonders gestalteten Anwesen und Gärten. Die Tonmodeln erhielten Jörg und Vanessa Bospich aus Waizendorf (alte Schusterwerkstatt zum Wohnhaus umgebaut, naturnaher Bauern- und Hanggarten mit vielen Stauden); Werner und Christine Diersch aus Trebgast (vorbildlicher Bauerngarten mit Obstbaumbestand, Gartenteich, Hecken- und Staudenbereich); Thomas und Claudia Leppert aus Lindau (fränkischer Bauernhof mit nicht versiegeltem Hofbereich, Hofbaum, Bauern- und Staudengarten); Harry und Karin Leucht aus Trebgast (naturnaher Bauern- und Nutzgarten mit Gartenteich, Staudenbeeten und Nistkästen); Helmut und Brigitte Schmidt aus Trebgast (Hanggrundstück mit Naturstein, Trockenmauern, Gartenteich, Nutz- und Staudengarten, Obstbäume). Anschließend erhielten 13 Mitglieder die Ehrennadel in Gold für 40 Jahre Treue. Vier Langläufern im Ehrenamt wurde die goldene Nadel mit Eichenlaub für 50 Jahre Mitgliedschaft zuteil.

Mit sehenswerten Bildern hielt Günter Reif noch ein flammendes Plädoyer zur Gestaltung eines naturnahen und chemiefreien Gartens. Dieter Hübner

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