Wasmuthhausen

Musterbeispiel zum Vorzeigen

Bei der Eröffnung ihres Dorfgemeinschafts-Zentrums ernteten die Wasmuthhäuser viel Lob für ihr Engagement.
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Gleich mal Probebacken im neuen Backhaus (von links): Bürgermeister Wolfram Thein, Barbara Stamm, Werner Schmitt, Eberhard Vogel, Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider Foto: Klemens Albert
Gleich mal Probebacken im neuen Backhaus (von links): Bürgermeister Wolfram Thein, Barbara Stamm, Werner Schmitt, Eberhard Vogel, Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider Foto: Klemens Albert

"Ich bin beeindruckt von eurer Gemeinschaftsleistung. Hut ab, was hier alles geleistet wurde." Mit diesen Worten würdigte Landrat Wilhelm Schneider die Eigeninitiative der Wasmuthhäuser Bürger bei der Dorferneuerung, beim Bau des Mehrzweckgebäudes, der Sanierung der alten Hauptstraße, des Spielplatzes, der Wege im Friedhof und zuletzt beim Bau eines Backhauses und eines Kleinspielfeldes. Dies sei ein Beispiel dafür, wie das Leben hier in einem attraktiven Umfeld vielfältiger und lebenswerter gestaltet werden könne, betonte Wilhelm Schneider. Der Abschluss der Maßnahmen wurde jetzt mit einer Einweihungsfeier festlich begangen.

Wilhelm Schneider war vor seiner Landratsfunktion als Bürgermeister von Maroldsweisach an der Entstehung des Dorfgemeinschafts-Zentrums maßgeblich beteiligt gewesen. Sein Nachfolger Wolfram Thein fand in seiner Rede reichlich Worte des Dankes an alle, die zu dem Erfolg beigetragen hatten. Zu der tollen Eigenleistung mit mehr als 2000 geleisteten Arbeitsstunden sei die Förderung durch den Freistaat gekommen.

Der Strippenzieher

Im Mittelpunkt des Lobes stand wiederholt Eberhard Vogel, Mitglied im Marktgemeinderat Maroldsweisach, Motor, Planer und Bauleiter, großer Regisseur, einfach Mann für alles, bei dem immer alle Fäden zusammenliefen. Er selbst zeigte sich stolz auf den in seinen Augen "Vorzeige-Gemeindeteil des Marktes Maroldsweisach". "Das soll uns erst mal jemand nachmachen", gab er das Lob und den Dank an seine Wasmuthhäuser weiter. Zahllose Arbeitsstunden und 50 000 Euro an Eigenmitteln habe die Dorfgemeinschaft eingebracht, um mit 100 000 Euro an Fördermitteln aus München das 208 000 teure Projekt umzusetzen. Mit einem Reisegutschein dankte er Werner Schmitt für die höchste Zahl an geleisteten Arbeitsstunden. Er erwähnte dabei aber nicht, dass er selbst noch mehr eingebracht hatte.

Hohe Anerkennung zollte Barbara Stamm, ehemals langjährige Landtagspräsidentin, der Dorfgemeinschaft für deren außergewöhnliches und vorbildliches Engagement. "Eine Freundin kommt zu Freunden", sagte sie anlässlich ihres wiederholten Besuchs in der Marktgemeinde. Tatsächlich blieb sie über fünf Stunden, wobei sie mit Landrat Wilhelm Schneider, ihrem Kartbruder aus Münchner Zeiten, MdL Steffen Vogel, und dem Feuerwehrkommandanten Christian Vogel einige Runden Schafkopf spielte. Die umgesetzten Projekte in Wasmuthhausen bezeichnete Stamm als Musterbeispiel dafür, wie eine lebendige Dorfgemeinschaft mit Unterstützung durch die Kommune und den Freistaat Bayern dem ländlichen Raum eine Zukunft geben könne.

Stolz darauf, ein Wasmuthhäuser zu sein, drückte Steffen Vogel, aktueller Stimmkreisabgeordneter im Landtag, aus. Als ehemaliger Gemeinderat würdigte er, was in den letzten zwölf Jahren alles angepackt worden sei. Selbst die Hauptstraße mit Gehsteigen sei in Eigenleistung neu erstellt und ein Feuerwehrauto beschafft worden. "Ihr könnt stolz sein auf das, was ihr geschafft habt", sagte er. An seinen Onkel Eberhard Vogel gewandt, meinte er, wenn dieser Bauleiter in Berlin wäre, wäre der Flughafen längst fertig.

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