Kulmbach

Musikverein hat's einfach drauf

Jung und Alt warteten als großes Orchester mit schmissigen Weisen in der Kommunbräu auf.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Bläserklasse wurde von Julian Neubrand unterstützt. Fotos: Uschi Prawitz
Die Bläserklasse wurde von Julian Neubrand unterstützt. Fotos: Uschi Prawitz
+1 Bild

Am Sonntagabend bekam man mitten im Oktober nochmals Biergartengelüste, als der Musikverein Kulmbach-Weiher 1900 mit seinem traditionellen Jahreskonzert im Saal der Kommunbräu aufwartete.

Schmissig starteten die Musikanten mit dem Olympiade-Marsch und sorgten so für prächtige Stimmung im Saal. Gleich im Anschluss zeigte der Musikernachwuchs in Form der Bläserklasse, was er gelernt hat. Fehlerfrei und souverän präsentierten die jungen Musiker vier Stücke, darunter "Au claire de la lune" oder "London Bridge". Wolfgang Neubrand, Vorsitzender des Musikvereins, zeigte sich sehr stolz auf die junge Mannschaft.

1,5 Stunden pro Woche üben

Fabian besucht die dritte Klasse der Max-Hundt-Schule und ist seit letztem Schuljahr Mitglied der Bläserklasse. Ihm macht das Spielen ebenso Spaß wie der neunjährigen Charlotte. "Meine Schwester spielte Querflöte, also wollte ich das auch lernen", erzählte sie. Schwierig sei es anfangs gewesen, die Griffe richtig zu setzen. Damit das gut klappt, übt sie etwa 1,5 Stunden pro Woche.

Ebenfalls fleißig dabei sind Manuel und Jan. Beide sind zehn Jahre alt und besuchen den musischen Zweig des MGF-Gymnasiums. Manuel spielt im Musikverein Saxophon. Er sagt: "Es war ganz schön schwierig anfangs, einen Ton herauszubekommen, der auch gut klingt." Doch nicht nur das, seit er am MGF ist, spielt er auch noch Geige. Jan hingegen hat sich dem Tenorhorn verschrieben. "Eigentlich hätte mich die Tuba gereizt, aber die war zu groß." Seit Ende August spielt er sogar im großen Orchester mit.

Der Nachwuchs des Musikvereins Weiher scheint gesichert, kein Wunder, denn auch die "großen" Musiker sind allesamt mit Begeisterung dabei. Am Sonntagabend spielten sie Polkas und Walzer, gedachten mit der Schiwago-Melodie auch dem vor kurzem verstorbenen Sänger Karel Gott - da wäre so mancher wohl gerne mit seiner Liebsten übers Parkett geschwoft. Nach der Pause ging es dann im "Big-Band-Style" mit dem "Rock Opening" und "Disco Fever" fetzig weiter, wobei Oskar Walder als Solist am Saxophon hervorstach. Mit "Show in Saints", "Java", "Olsenbande" und einem "Les-Humphries-Medley" schloss der Musikverein unter der Leitung des Dirigenten Valerij Efremov sein gelungenes und abwechslungsreiches Konzert ab. Freilich nicht, ohne noch zwei weitere Zugaben zu spielen. "Die österreichische Blechbläserszene ist sehr frisch und aktuell", sagte Wolfgang Neubrand, doch auch die Kulmbacher wissen, wie es geht.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren