Forchheim
forchheim.inFranken.de  Das Mittelschulkonzert der Adalbert-Stifter-Schule mit drei Profimusikern war vielfältig und unterhaltsam.

Musikalische Weltreise an der AST

"O Fortuna" jubelten über 100 Kinderkehlen, unterstützt von drei Profimusikern, und sorgten für ein Gänsehautgefühl auf dem Mittelschulkonzert der Adalbert-Stifter-Schule (AST) in Forchheim. Dies war ...
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Der Schlusschor "O Fortuna"  Foto: privat
Der Schlusschor "O Fortuna" Foto: privat

"O Fortuna" jubelten über 100 Kinderkehlen, unterstützt von drei Profimusikern, und sorgten für ein Gänsehautgefühl auf dem Mittelschulkonzert der Adalbert-Stifter-Schule (AST) in Forchheim. Dies war das Finale von zahlreichen Darbietungen, in welchen die Schüler bewiesen, dass musikalische Erziehung und Förderung an Schulen ein unabdingbares Muss ist.

Schon seit vielen Jahren gibt es an der AST ein großes musikalisches Förderprogramm, das nicht nur einen intensiven regulären Musikunterricht in allen Klassen ermöglicht, sondern auch vielen Schülern die Möglichkeit gibt, in Kleingruppen ein Musikinstrument zu lernen.

"Jeki" ("Jedem Kind ein Instrument") war für die meisten der Start in der Grundschule - umso schöner ist es, dass die Liebe zum Instrument auch in der Mittelschule noch vorhanden ist und noch einige Schüler mehr für den Instrumentalunterricht gewonnen werden konnten. Das konnte auch Ewald Maier von der Sparkasse Forchheim, die seit vielen Jahren das "Jeki"-Projekt der Grundschulen unterstützt, hautnah miterleben.

An der AST gibt es derzeit zwei Gitarrengruppen und eine Schlagzeuggruppe (geleitet von Rainer Fleischmann) sowie mehrere Klaviergruppen (Verena Behm), Querflötengruppen (Julia Deutsch) und Geigengruppen (F. Meier). Alle und Schüler bewiesen an diesem Konzertabend mit viel Elan und Freude, was sie gelernt haben, und sorgten für glänzende Augen bei den Eltern, die im Publikum aufmerksam lauschten.

Förderprogramme schlucken Geld, und so bedankte sich Schulleiter Martin Horn bei den vielen Sponsoren: Bei Monika Vieth als Stellvertreterin der Soroptimisten, bei Bürgermeister Franz Streit (CSU), beim Förderverein der AST sowie bei der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation. Mit diesen Geldern war es möglich, Instrumente anzuschaffen und den Musikunterricht zu intensivieren, zum Beispiel mit einer Stimmbildung durch die Chorpädagogin Madlen Hiller.

Besonders spannend wurde der Abend, als die Jugendlichen mit Profimusikern zusammen musizierten. Seit fünf Jahren gibt es das Projekt "Musik für Schüler", das bereits am Schuljahresanfang mit drei klassischen Konzerten durch professionelle Musiker den Schülern das Tor zur klassischen Musik öffnet und die Neugierde für klassische Instrumente weckt. Auch an diesem Konzertabend fehlte die Klassik nicht und wurde von den Musikern Thomas Schütz, Georg Roters und Johannes Erkes dargeboten und von den Chören der AST unterstützt.

Dass sie aber auch "modern" können, zeigte sich spätestens bei den Darbietungen "Afrika" von Toto und "Halleluja" von L. Cohen, wobei sich Vivien aus der siebten Klasse als ebenbürtige Gesangspartnerin zu Schütz erwies und tosenden Applaus erhielt.

Die Vielfältigkeit des Programmes war es, was den Abend unterhaltsam und kurzweilig machte: Neben den ruhigen Darbietungen der einzelnen Instrumentalgruppen gab es immer wieder aufregende Höhepunkte, unter anderem eine Body-Percussion vom Chor der sechsten Klassen oder der aufregende Salsa-Rhythmus von "Oye como va", dargeboten von den achten Klassen. Mit erstaunlichen, wenn auch noch etwas zaghaften Stimmen präsentierten sich die neuen Sängerinnen der Schulband, Rengin und Selin aus der sechsten Klasse: Sie wagten sich sogar ans Französische mit dem Lied "Je ne parle pas Français" von Namika. Da kann man gespannt sein auf die nächsten Jahre. Gudrun Leugner

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