Adelsdorf
Orgelkonzert

Musikalische Vorfreude auf das Osterfest

Der Verein der Orgelfreunde von St. Stephanus in Adelsdorf hatte am vergangenen Sonntag zu einem Orgelkonzert mit dem Titel "Passio et Laetitia - Passion und Freude" in die Stephanuskirche eingeladen....
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Georg Schäffner war sehr angetan von der Adelsdorfer Orgel. Foto: Blum
Georg Schäffner war sehr angetan von der Adelsdorfer Orgel. Foto: Blum

Der Verein der Orgelfreunde von St. Stephanus in Adelsdorf hatte am vergangenen Sonntag zu einem Orgelkonzert mit dem Titel "Passio et Laetitia - Passion und Freude" in die Stephanuskirche eingeladen. An der rekonstruierten und erweiterten Strebel-Orgel konzertierte diesmal der Regionalkantor in der Erzdiözese Bamberg und Organist der Basilika von Gößweinstein, Georg Schäffner. Er ist Träger des Kulturpreises des Landkreises Forchheim und des Kulturpreises der Oberfrankenstiftung. 2018 erhielt er den "Goldenen Ehrenring" der Gemeinde Gößweinstein.

Aus vier Jahrhunderten erklangen Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, Johann Pachelbel, Josef Rheinberger,Theodore Dubois und Charles-Marie Widor. "Die verschiedenen Werke passen genau zum heutigen Sonntag Laetare", erklärte Schäffner, denn dieser künde von der Vorfreude auf Ostern. Begeistert schwärmte er von dem Instrument. "Es ist eine romantische Strebel-Orgel, sie wird aber durch die zusätzlichen Register zu einem barocken Instrument, und so kann man die gesamte Orgelliteratur vom 17. Jahrhundert an bis heute problemlos darstellen."

Im ersten Teil erzählten die Werke noch vom Leiden Christi, vornehmlich in Moll, wie Bachs Präludium und Fuge und seine Choralbearbeitung "O Mensch bewein dein Sünde groß" mit einer reichlich kolorierten Liedmelodie versehen, die sich dadurch zu einer tiefinnerlichen und ausdrucksstarken Meditation über den Textinhalt entwickelte.

Von der Trauer zur Freude

Auch die Partita "O Haupt voll Blut und Wunden" von Pachelbel zeugte noch von Trauer und Leid, wobei dem Choralthema figurierte Variationen folgten. Rheinbergers Orgelsonate, ebenfalls in Moll gehalten, erfüllte das Gotteshaus - erst unruhig und bewegt, dann "cantabile" (gesanglich) und ruhiger.

Aus Widors fünfter Orgelsinfonie erklang das Adagio, das der lebhaften Toccata als Ruhepunkt vorangestellt war. Die Popularität dieses Stückes dürfte sich aus dem virtuosen Prunk der Manuale und aus den Effekten langer Pedaltöne erklären. Mit "Fiat Lux" ("Es werde Licht") keimte eine hellere Stimmung auf und man spürte die Freude auf das nahende Osterfest.

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