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LKR Bamberg
Kulturprogramm

Musikalische Reise um die Welt

 Die Internationale Woche des Landkreises Bamberg hat auch musikalisch viel zu bieten.
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Die polnische Musikgruppe Karkonosze ist am 23. und 24. September in Kreuzschuh und in Stegaurach zu erleben. Foto: Foto Ewald Burkart
Die polnische Musikgruppe Karkonosze ist am 23. und 24. September in Kreuzschuh und in Stegaurach zu erleben. Foto: Foto Ewald Burkart
Bei der Internationalen Woche im Landkreis Bamberg erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Im Programmheft sind die Sparten Musik, Ausstellungen, Kultur, Bildung/Politik und Unterhaltung vertreten.
Es hat immer wieder Versuche gegeben, eine Weltsprache zu erfinden, etwa Esperanto. Dabei gibt es sie längst, die Sprache, die jeder Mensch überall auf der Welt sofort versteht: Es ist die Sprache der Musik, die Verbindungen schafft - auch bei der Internationalen Woche im Landkreis Bamberg vom 22. September bis zum 1. Oktober.


Auftakt mit "harten" Klängen

Den Auftakt macht das "Autumn Assault Festival" für Metal-Fans in Gerach am Freitag, 22. und 23. September. Veranstalter ist der 2014 gegründete Verein Bamberger Festivals, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Musikszene der Region Bamberg Stadt und Land durch neue Auftrittsmöglichkeiten, Workshops und Netzwerkarbeit zu fördern.
Daher sind vor allem junge, weniger bekannte Bands zu hören - zusammen mit einigen Akteuren, die schon wiederholt haben aufhorchen lassen. Neben fränkischen und deutschen Metal-Klängen lassen es auch internationale Gäste krachen, darunter Tarchon Fist aus Italien und Skolbeat, die dänischen Metal spielen. Veranstaltungsort ist die Laimbachtalhalle Gerach. Weitere Infos unter www.autumnassault.de.
Ein internationales Musikantentreffen in lockerer Atmosphäre veranstalten die Kreuzschuher Kerwamusikanten am Samstag, 23. September, um 19.30 Uhr im Gasthaus "Zur alten Mühle". Der Eintritt ist frei. Seit einigen Jahren unterhalten die Kreuzschuher eine enge freundschaftliche Verbindung zu der Musikgruppe Karkonosze, zu deutsch: Riesengebirge, aus Polen. Diese kam zustande über das Landratsamt Bamberg und den Musiker Bogdan Lewandowski (Bamberger Symphoniker).
Beide Gruppen umrahmen außerdem bei einem Festgottesdienst am 24. September in Stegaurach und den Festakt zum zehnten Jubiläum der Partnerschaft zwischen dem Landkreis Bamberg und dem Landkreis Jelenia Gora (Polen), ebenfalls am 24. September in Frensdorf.
Zahlreiche Musikgruppen im Landkreis Bamberg pflegen freundschaftliche Kontakte in andere Länder. Die Baunacher Stadtkapelle lädt unter dem Motto "Musik verbindet, Freundschaften entstehen" am Sonntag, 24. September, um 10.30 Uhr zu einem Jazz- und Swing-Frühschoppen in die Zehntscheune im Zehntweg in Baunach ein. Neben den Baunachern, die vor einiger Zeit die "Big Band Triple B" gegründet haben, tritt die "Big-O-Band aus Tschechien auf, eine 30-köpfige Gruppe aus Liberec. Zu hören sein werden traditionelle Bigbandklänge ebenso wie Swing, Latin, Funk und Rock aus der internationalen Bigband-Literatur.
Der Musikverein Baunach ist 33 Jahre jung, die Tradition der Blasmusik in Baunach reicht aber viel weiter zurück und begann vor 130 Jahren mit der Stadtkapelle Hertel, die über drei Generationen von der gleichnamigen Familie aufgebaut worden war.
Inzwischen hat der Musikverein Baunach 180 aktive Mitglieder, die in zehn verschiedenen Orchestern spielen - von der musikalischen Früherziehung bis zu den Alphornbläsern.


"Vive la France"

Günter Hochgürtel, Journalist bei einer Kölner Tageszeitung, ist nebenbei passionierter Musiker und eine Art Troubadour, also ein fahrender Sänger. Bereits im Alter von 20 Jahren begann er, französische Chansons zu singen. Im Innenhof des Bauernmuseums Bamberger Land in Frensdorf wird er am Sonntag, 24. September, unter dem Motto "Vive la France" ein Konzert geben. Und nicht nur das: Zwischen den Stücken gibt es Wissenswertes über die verschiedenen Chansonniers zu erfahren. Kulinarisch umrahmt der Museumsgasthof den Abend mit französischen Speisen und Getränken. Der Eintritt ist frei.
Seit dem Jahr 2008 unterhält die Realschule Hirschaid eine Partnerschaft mit dem Franziskus Gymnasium in Leschnitz (Lesnica) in Polen. Die Gemeinde liegt in Schlesien, in der Nähe der Universitätsstadt Oppeln (Opole) und ist zweisprachig. Ein Schüleraustausch wird seit dieser Zeit von Damian Biwo und seiner polnischen Kollegin Marta Jankowska organisiert.


Schüler zeigen ihr Können

Dieser Kontakt trug schon viele Früchte, unter anderem sind seit dem Jahr 2013 auch die Gemeinden Hirschaid und Leschnitz Partnergemeinden. Am 26. September um 19 Uhr findet im Rahmen einer Besuchswoche ein Schülerkonzert in der Aula der Realschule Hirschaid statt, zu der bei freiem Eintritt alle Interessierten eingeladen sind. Neben einem Posaunen- spielt auch ein Saxophonquartett aus Leschnitz sowie Schüler der Realschule Hirschaid.
Die Oberkrainer, seit fast 30 Jahren in wechselnder Besetzung auf der Bühne, treten am Freitag, 29. September, um 19 Uhr in der Bettelseehalle in Hallstadt auf. Nach dem Vorbild Slavko Avseniks und seiner Original Oberkrainer wurde 1989 das Ensemble Zupan gegründet, benannt nach dem Leiter der Gruppe, Robert Zupan. Das Quintett, bestehend aus Akkordeon, Gitarre, Bass, Trompete und Klarinette wird von einem Vokalterzett begleitet. Das Repertoire der Oberkrainer umfasst über 150 Volksmusiklieder.
Gegen Ende der Internationalen Woche, am Samstag, 30. September, um 16.30 Uhr, findet im Bauernmuseum Bamberger Land in Frensdorf ein Musikschulkonzert statt, das die Kreismusikschule Bamberg gemeinsam mit einer Musikschule aus Jablonec nad Nisou in Tschechien und einem gemischten Chor aus Piechowice in Polen bestreitet. Das Jazz-Ensemble "Jazztett", das Blechbläser-Ensemble "Brass Jablonec", der Chor "Audida" ein Irisch- Folk-Ensemble, ein Blockflötenorchester sowie verschiedene Solisten sind mit von der Partie.


Chansons und Canzoni

"Les quatre baguettes" präsentieren am Sonntag 1. Oktober, um 19 Uhr im Rahmen des Abschlusstages in Frensdorf im Bauernmuseum eine vielfältige Mischung aus französischen Chansons, italienischen Canzoni und Liedern aus aller Herren Länder. Hinter dem originellen Namen verbergen sich Claus Schwarzmann (Gesang), Alex Schröder (Akkordeon), Peter Cristof (Kontrabass) und Marion Andersons (Saxophon). Der Eintritt ist auch hier, anders als im Programmheft angeführt, frei. red

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