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Musikalische Reise durch Länder und Jahrhunderte

Im Speisesaal des Friedrich-Baur-Seniorenzentrums Sankt Kunigund "entführen" regelmäßig Gesangvereine in die Welt volkstümlicher Lieder und Theatergruppen strapazieren mit lustigen Stücken die Lachmus...
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Mit Werken berühmter Komponisten begeisterten (von links) Rebekka Wagner (Violine), Pianistin Susanne Strauss und Tenor Martin Fösel bei einem Konzertnachmittag im Seniorenzentrum.  Foto: Bernd Kleinert
Mit Werken berühmter Komponisten begeisterten (von links) Rebekka Wagner (Violine), Pianistin Susanne Strauss und Tenor Martin Fösel bei einem Konzertnachmittag im Seniorenzentrum. Foto: Bernd Kleinert

Im Speisesaal des Friedrich-Baur-Seniorenzentrums Sankt Kunigund "entführen" regelmäßig Gesangvereine in die Welt volkstümlicher Lieder und Theatergruppen strapazieren mit lustigen Stücken die Lachmuskeln. Für einen kulturellen Farbtupfer der besonderen Art sorgte das Konzert, zu dem die Projektgruppe "In der Heimat wohnen" in Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim eingeladen hatte. Unter dem Motto "Durch Länder und Jahrhunderte" präsentierten Künstler Werke berühmter Komponisten.

Die "musikalische Weltreise" ermöglicht hat die in München beheimatete Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation. "1995 von Erich Fischer gegründet, möchte sie mit musikalischen Darbietungen der Kriegsgeneration Dankeschön sagen und älteren Menschen eine Freude machen", erklärte Quartiersmanagerin Angela Lohmüller von der Projektgruppe.

Viele Musikfreunde und natürlich auch Heimbewohner füllten den Saal komplett. Eine Stunde lang wurden sie von drei Künstlern musikalisch verwöhnt. Rebekka Wagner, die an der Hochschule für Musik in Nürnberg studiert hat, begeisterte auf der Violine. Susanne Strauss brillierte am Klavier. Die Konzertpianistin, die in Nürnberg und Dettmold ihr Studium absolviert hat, gehört den Bamberger Symphonikern an, produzierte bereits für den Bayerischen Rundfunk und hat sogar eine eigene Konzertreihe. Martin Fösel glänzte mit seiner ausdrucksstarken Tenorstimme. Der Oberfranke, der in Salzburg studiert hat, führte humorvoll und charmant durch das Programm. Die mit amüsanten Anekdoten gewürzte "Reise durch Länder und Jahrhunderte" gestaltete sich für die Zuhörer zu einem kurzweiligen Klangerlebnis. Los ging's mit der "Sonate für Violine und Klavier in g-moll" aus der Feder von Henry Purcell, einem der bedeutendsten Komponisten Englands. "Er hat drei Königen als Musiker gedient und sogar die moderne Rockmusik beeinflusst", erzählte Fösel. Nicht minder faszinierend das Stück "Liebe ward mit uns geboren" aus der Oper "Der bekehrte Trunkenbold" von Christoph Willibald Gluck, einem Komponisten des Barock. Der gebürtige Oberpfälzer wirkte in Wien als Kapellmeister, bevor es ihn nach Frankreich zog, wo er für das Pariser Opernhaus sechs Opern komponierte. Von Georg Friedrich Händel, dem "großen Popstar des 18. Jahrhunderts", erklang die festliche "Sonate in D-Dur". Die Zuhörer lauschten dem Stück "Genügsamkeit" von Franz Joseph Haydn, einem Vertreter der Wiener Klassik, und der "Sonate für Violine und Klavier in e-moll" von Wolfgang Amadeus Mozart. Letzterer komponierte auch das fröhliche Lied "Warnung", das die Künstler flott und beschwingt zu Gehör brachten. Carl Loewe, ein großer Balladenkomponist der Romantik, war mit dem Stück "Jungfräulein Annika" im Programm vertreten. bkl

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