Litzendorf
Konzert

Musikalisch zu Dientzenhofer und Co.

Sie schufen kunstvolle Kirchenbauten von einzigartiger Schönheit, die auch heute noch die Besucher faszinieren: die Dientzenhofers. Zusammen mit seinen Brüdern Wolfgang, Leonhard, Georg und Christoph ...
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Die Capella Antiqua Bambergensis  Foto: Frank Boxler
Die Capella Antiqua Bambergensis Foto: Frank Boxler
Sie schufen kunstvolle Kirchenbauten von einzigartiger Schönheit, die auch heute noch die Besucher faszinieren: die Dientzenhofers. Zusammen mit seinen Brüdern Wolfgang, Leonhard, Georg und Christoph bildete der Architekt Johann Dientzenhofer die weltberühmte Baumeisterdynastie. Ihre Meisterwerke aus Stein zählen in Deutschland, Österreich und Tschechien zu den kunstreichsten Monumenten aus der Blütezeit des Barock. Johanns Wege führten von Prag, Wien, Fulda, Bamberg bis ins fränkische Litzendorf. In den Jahren 1715 bis 1718 trug er die Verantwortung für den Neubau der Pfarrkirche, die den aus der Gotik stammenden Vorgängerbau ersetzte. Es entstand ein prachtvoller Sakralbau, der die Gemeinde Litzendorf und den Landkreis Bamberg weit über seine Grenzen hinaus bekannt machte.
Im diesem Jahr feiert die berühmte Johann-Dientzenhofer Kirche St. Wenzeslaus in Litzendorf ihr 300-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt die Kirchengemeinde am Freitag, 8. Juni, um 19.30 Uhr zu einem ganz besonderen Konzertgenuss ein. Mit ihrem Konzertprogramm "Die Schlange und das Lamm" nimmt die Capella Antiqua Bambergensis die Konzertbesucher mit auf eine musikalische Reise in die Zeit der Familien Cranach, Dürer und Dientzenhofer. Sie spannt einen Bogen von der Pfarreigründung bis in die Entstehungszeit der prachtvollen Pfarrkirche St. Wenzelslaus. Begleitet wird sie von den Solisten Benjamin Dressler (Viola da Gamba, Gesang) und Dietrich Haböck (Viola da Gamba).
Wie klang die Musik in der Zeit Lucas Cranachs, dessen Markenzeichen die gefiederte Schlange war? Wie kunstreich waren die Kompositionen zur Entstehungszeit der Litzendorfer Dientzenhoferkirche, in der das Lamm als Symbol für Christus stand? Welche Instrumente, welche Komponisten waren zu dieser Zeit bekannt und beliebt?


Internationale Musikwerke

Die Musiker und die Komponisten an den Höfen der Fürsten und Könige tauschten sich europaweit untereinander aus und sorgten für das erste internationale Musiknetzwerk. Deutsche, italienische und spanische Künstler schufen gemeinsam neue Kunst- und Musikstile. Die Klangvielfalt der Renaissance und des Barock öffnet auch den Konzertbesuchern ein musikalisches Fenster in mehr als 600 Jahre fränkischer Geschichte.
Die Capella Antiqua Bambergensis lässt auf ihren Konzerten über 40 historische Musikinstrumente aus der Zeit der Renaissance und des Barocks erklingen: Cornetto Muto, Viola da Gamba, Flöten verschiedenster Größe, Orgelpositiv und Percussion. Dabei wird auf größtmögliche Authentizität der Instrumente Wert gelegt.
Karten für das Konzert in der Litzendorfer Kirche gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen, telefonisch unter der Hotline 0951/23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de. red


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