Laden...
Friesen
friesen.inFranken.de  Chöre und Bläser begeisterten bei der Cäcilia-Feier in Friesen.

Musik und Gesang berühren die Herzen

"Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten." Diese überlieferte Erkenntnis des griechischen Philosophen Aristoteles ist auch heute, über 2000 Jahre später, die Triebfeder vieler Gesangs- und Mus...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Sänger der gastgebenden "Cäcilia" Friesen trugen selbst wesentlich zum Gelingen ihres Gesangsabends bei. Foto: Klaus Stengl
Die Sänger der gastgebenden "Cäcilia" Friesen trugen selbst wesentlich zum Gelingen ihres Gesangsabends bei. Foto: Klaus Stengl

"Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten." Diese überlieferte Erkenntnis des griechischen Philosophen Aristoteles ist auch heute, über 2000 Jahre später, die Triebfeder vieler Gesangs- und Musikvereine, die mit Konzerten bei ihren Zuhörern wichtige Impulse zur Entspannung auslösen. Im Flößerdorf Friesen gehört zu diesen Ereignissen die "Cäcilia-Feier", bei der wieder mehrere Chöre im Pfarrsaal begeistern konnten.

Den festlichen Auftakt bildeten die St.-Georgs-Bläser, die schon seit langem eine tragende Säule dieses schon zur Tradition gewordenen Festabends sind. Mit einem breitgefächerten Angebot, das unter anderem von der isländischen Nationalhymne über die "Vergiss es nicht"-Polka und den für die Interpreten äußerst anspruchsvollen "Marsch der Titanen" reichte, stellte das fünfköpfige Bläserensemble zwischen den Gesangsvorträgen einmal mehr seine überragende musikalische Klasse unter Beweis.

Die gastgebenden Sänger der "Cäcilia" Friesen unter Stabführung von Theo Wich hießen die Besucher mit ihrem musikalischen "Grüß Gott" zum Festabend zu Ehren ihrer Namenspatronin, der heiligen Cäcilia, freudig willkommen. Mit "Das Wahre und das Schöne" huldigten sie in einer Hymne leidenschaftlich dem Gesang, der immer wieder die Herzen erfreut. Nicht fehlen durfte auch am späten Abend das "Morgenlied", das wohl bereits als Aufforderung und in Anspielung auf das Ende des gemütlichen Teils der Veranstaltung ins Programm aufgenommen worden war. Ein Höhepunkt des Abends war sicherlich gegen Ende der Veranstaltung "The Rose", eine gesungene Hommage an Prinzessin Diana, mit dem der Chor und die beiden Interpreten Erwin Löhlein (Panflöte) und Johann Wachter (Gitarre) Begeisterungsstürme im Publikum entfachten.

Auch der katholische Kirchenchor mit seiner Chorleiterin Anita Letsch ist mit seiner hohen Qualität und dem immensen Umfang und der Reinheit seiner Frauen- und Männerstimmlagen ein fester Bestandteil der Friesener Cäcilia-Feier, auf den niemand mehr verzichten möchte. Die stimmliche Variabilität und Flexibiliät zeigte sich bei der Interpretation der Stücke, die zwar mit "Ich bete an die Macht der Liebe" auch ein Kirchenlied enthielten, ansonsten aber beispielsweise mit dem "Abendchor" und dem feierlichen Choral "Glory Halleluja" von eher weltlichen Klängen inspiriert war.

Voll überzeugen konnte auch der diesjährige Gastchor. Die Sängerrunde Welitsch unter Leitung ihres Dirigenten Hans Konrad besang vollkehlig den "Zauber der Musik" ebenso wie "Die Wunder dieser Welt". Das "Mädchen vom Lande" und die melancholische Weise "Heimweh" bedeuten wohl nicht mehr und nicht weniger als eine musikalische Liebeserklärung an die fränkische Heimat. Langanhaltender Applaus waren der Lohn für die gefühlvollen Vorträge.

Wie ein roter Faden zog sich durch den Abend ein Thema, das jedes Sängerherz höher schlagen lässt: Wein, Weib und Gesang und nicht zuletzt der "Vater Rhein" waren es, denen alle Chöre übereinstimmend huldigten. "Ich weiß ein Fass", verrieten die Welitscher Sänger, der Kirchenchor besang den "Rheinglauben", und die Gastgeber der Cäcilia wünschten "Grüß mir die Reben, Vater Rhein".

Daran knüpfte auch Stadträtin Marina Schmitt in ihrem Grußwort an, als sie den Sängern und Musikern bei ihren Vorträgen allzeit eine feuchte Kehle wünschte, damit sie auch künftig den Zuhörern einen wahren Ohrenschmaus bereiten können. Sie überbrachte den Dank der Stadt Kronach. "Musik fördert die Verbundenheit, spricht uns im tiefsten Inneren an und erfreut uns Menschen", verdeutliche Pfarrer Sven Raube. Sein Dank galt vor allem dem Kirchenchor und dem Gesangverein "Cäcilia", die auch bei kirchlichen Anlässen oftmals zum festlichen Rahmen beitragen.

Gekonnt und routiniert führte Ehrenvorsitzender Josef Hanna mit launigen Worten durch das Programm.

Dass das über zweistündige Konzert auch heuer wieder tatsächlich gelungen war, davon zeugte der langanhaltende und zum Teil frenetische Applaus der Besucher im vollbesetzten Pfarrsaal. Immer wieder begeisterten Sänger und Musiker mit der nahezu perfekten Interpretation der von ihnen ausgewählten Stücke.

Die Besucher waren sich einig, dass dieser Abend ein musikalischer Hochgenuss war, der seinesgleichen weit und breit sucht. Klaus Stengl

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren