Neustadt bei Coburg
kulturleben

Museumsnachmittag bei Kaffee und Kuchen produziert viele Anregungen

Der Neustadter Museums- und Heimatverein, inzwischen ein Förderverein, zählt seit dem 1. Juni zu den fünf Mitgliedern des neugegründeten Zweckverbands "Muse...
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Der Fördervereinsvorstand und das Museumsteam arbeiten gut zusammen (von links): Mandy Dollas-Brandner, Hannelore Müller und Udo Habner-Leidner.  Foto: Manja von Nida
Der Fördervereinsvorstand und das Museumsteam arbeiten gut zusammen (von links): Mandy Dollas-Brandner, Hannelore Müller und Udo Habner-Leidner. Foto: Manja von Nida
Der Neustadter Museums- und Heimatverein, inzwischen ein Förderverein, zählt seit dem 1. Juni zu den fünf Mitgliedern des neugegründeten Zweckverbands "Museen im Coburger Land". Sein neuer Vorstand steckt schon voller Ideen: Mit bemerkenswerten Angeboten sollen kleine und große Museumsbesucher begeistert werden.
Dazu hatte sich Vorsitzende Hannelore Müller etwas Besonderes einfallen lassen: Alle, die sich für das Museum mit der Spielwarenindustrie interessierten, wurden zu einem gemütlichen Kaffeenachmittag ins Museum der Deutschen Spielzeugindustrie eingeladen. "Wir treffen uns heute einmal ganz anders im Neustadter Museum. In lockerer Gesprächsrunde möchten wir Ideen sammeln", wünschte Müller. Möge der Verein ein bisschen Wiederbelebung erfahren. "Ich wünsche mir auf diese Weise auch die Mitglieder dazu zu bewegen, wieder einmal ins Museum zu kommen. Und ich möchte in dieser gemütlichen Atmosphäre auch gern neue Mitglieder begrüßen."
Vielleicht sollte man an die monatlichen Treffs der Trachtengruppe andocken, ein Vorschlag von Müller, der spontan begrüßt wurde. Im Gespräch kamen Themen und Ideen zur Angebotsgestaltung zur Sprache: Es könnte vielleicht ein Trachten-Nähkurs in Zusammenarbeit mit der VHS stattfinden, "was vielleicht auch Interesse bei jungen Leuten wecken könnte", meinte Müller. Man könnte sich dem Alpenverein anschließen, um in der Heimat, der Region und Thüringen zu wandern. "Wir sind ja auch ein Museums- und Heimatverein", erinnerte Müller. Auch der Kontakt mit den Museen in der Region wie dem Schäferei-Museum in Ahorn könnte als Partneraustausch gepflegt werden. Museumsmitarbeiterin Mandy Dollas-Brandner berichtete von der bereits stattfindenden Museumspädagogik für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. "Wir haben ein museumspädagogisches Programm auch für Ü-Klassen (Übergangsklassen Mittelschule) mit einem Extra-Programm für Schüler, mit dem Schwerpunkt Erlernen der deutschen Sprache", informierte Dollas-Brandner.
Neu sei ebenso die Entdecker-Tour ab diesem Schuljahr für Schülergruppen, die durch das Museum geführt werden. Ebenso bestehe die Ferienbetreuung mit der Jugendhilfe Neustadt. Ferner gebe es die monatliche Kinder-kreativ-Werkstatt und vieles mehr. Ganz neu sei heuer für alle Besucher das "Museum aus der Tasche" mit spannendem Inhalt zum Forschen. "Dabei ist Geschichtliches spannend verpackt", sagte Dollas-Brandner.
Museumsleiter Udo Habner-Leidner berichtete, der Hauptschwerpunkt sei die Führung durch das Museum, die hauptsächlich durch die Industrieabteilung gehe. Diese könnte mit weiteren Events kombiniert werden.


Es geht ums liebe Geld

Dritter Bürgermeister Martin Stingl (SPD) berichtete vom großen Umbruch im Museums- und Heimatverein. "Wir haben eine Zwangsumstrukturierung, haben die große Unsicherheit für das Museumspersonal und die Mitarbeiter gehabt. Alles kostet einen Haufen Geld, und alles, was hier im Museum geschieht, geschieht nicht auf der Basis dieser neuen Finanzierung durch den Landkreis", so Stingl. Viel mehr Geld stehe nicht zur Verfügung als bisher. mvn


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