Pretzfeld

Muscheln im Graben

Im Wässergraben vor dem Pretzfelder Bahnhof wurde eine geschützte Art gefunden. Der Naturschutz will dort Weiden pflanzen.
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Geschützte Muscheln könnten sich im Wässergraben am Pretzfelder Bahnhof angesiedelt haben. Foto: cs
Geschützte Muscheln könnten sich im Wässergraben am Pretzfelder Bahnhof angesiedelt haben. Foto: cs

"Das ist schon eine Seltenheit", sagte Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökologen) in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung und bezog sich dabei auf das Schreiben des Landratsamtes Forchheim, das der Marktgemeinde Pretzfeld mitgeteilt hatte, dass sich im Wässergraben entlang der Bahnlinie auf Höhe des Pretzfelder Bahnhofs eine kleine Bachmuschelpopulation befinde.

"Leider wurden da ein paar leere Bachmuscheln gefunden. Die hat wohl eine Bisamratte geknackt, obwohl die vegetarisch leben", berichtete die Bürgermeisterin weiter. Bei der Bachmuschel handelt es sich um eine streng geschützte Art, die vom Aussterben bedroht ist. Das Naturschutzrecht enthält diverse Vorschriften, die Handlungen verbieten, die den Bestand weiter gefährden.

Zuwiderhandlungen sind Ordnungswidrigkeiten und in bestimmten Fällen sogar Straftaten. Die Naturschutzbehörde schlug in ihrem Schreiben vor, die freien Abschnitte entlang des Wässergrabens mit Weiden zu bepflanzen, da sich zwischen deren Wurzeln gute Bachmuschellebensräume bilden können. Die untere Naturschutzbehörde will eine solche Maßnahme durchführen. Der Marktgemeinde entstehen keine Kosten. Dem stimmte das Gremium zu.

Neuer Siebener

Sebastian Zimmermann wurde als Feldgeschworener für das Kollegium Zaunsbach vorgestellt. In der nächsten Sitzung soll er vereidigt werden. Die Bürgermeisterin informierte das Gremium, dass eine dringliche Auftragsvergabe für Einbau eines neuen zusätzlichen Kanalrohrs und eines Rückschlagventils bei der Baumaßnahme am Quellpumpwerk Wannbach nötig gewesen war. "Da hat man festgestellt, dass diverse Leitungen ins Nichts gegangen sind", erklärte Rose Stark. Außerdem hat die Verwaltung einen weiteren dringlichen Auftrag zur Säuberung und Befestigung der Beläge der beiden Treppen im Friedhof Hagenbach vergeben. Die Kosten belaufen sich auf 2500 Euro. "Die Dringlichkeit lag aufgrund von Sicherheitsmängeln vor", ergänzte die Bürgermeisterin.

Geschäftsleiter Andreas Pfister informierte, dass der Spielplatz in Hagenbach vom TÜV abgenommen wurde und das aufgestellte Spielgerät jetzt benutzt werden dürfe.

Da die Stadtwerke Ebermannstadt gerade Wasseruhren austauschen, haben sie gefragt, ob sie dabei Pläne für die Wasseranschlüsse aufnehmen sollen.

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