Rannungen
Gemeinderat

Muschelkalkplatten sollen den Schul- und Kirchhof verschönern

Der Gemeinderat wählte in seiner jüngsten Sitzung die Bodenplatten und Lampen für den Schul- und Kirchhof aus, der gerade neu gestaltet wird. Außerdem wurde über die Gestaltung des Platzes diskutiert,...
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Der Gemeinderat wählte in seiner jüngsten Sitzung die Bodenplatten und Lampen für den Schul- und Kirchhof aus, der gerade neu gestaltet wird. Außerdem wurde über die Gestaltung des Platzes diskutiert, darüber wurden aber noch keine Entscheidungen getroffen.

Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) teilte mit, dass trotz der widrigen Witterung in den letzten Wochen die Bauarbeiten voll im Zeitplan sind. Einen genauen Zeitpunkt, wann sie beendet sind, will er allerdings noch nicht nennen und meint "spätestens im Herbst."

Ursprünglich waren für den Platz zwischen der Kirche, dem Rathaus und der alten Schule Platten aus Muschelkalkstein vorgesehen.

Die Firma, die die Bauarbeiten auf dem Platz ausführt, gab jedoch zu bedenken, dass dieses Material nach ihrer Erfahrung nicht gegen Tausalz beständig ist. Deshalb war zusätzlich zum Angebot einer Firma aus Strahlungen, die für die Lieferung und Verlegung von Muschelkalkplatten 220 Euro pro Quadratmeter verlangte, noch ein Alternativangebot für Granitplatten aus dem Bayerischen Wald eingeholt worden. Sie sollten ohne Verlegekosten 150 Euro pro Quadratmeter kosten.

In der Sitzung war auch Architekt Johannes Hahn (Bad Kissingen) anwesend, der die Neugestaltung des Platzes geplant hat und nun begleitet. Er gab zu bedenken, dass der Einbau von Granitplatten zu einem gestalterischen Problem führe, da die übrigen Steine und Platten alle aus Muschelkalk seien. Der Gemeinderat entschloss sich schließlich mit neun Stimmen, die Platten aus heimischem Muschelkalk zu verwenden. Drei Mitglieder des Gremiums stimmten dagegen. Zu entscheiden war auch, wie die Oberfläche der Steine beschaffen werden soll. Zehn Mitglieder des Gemeinderates entschieden sich für eine sandgestrahlte Oberfläche, zwei waren dagegen.

Der Gemeinderat wählte auch die Lampen aus, die für Helligkeit auf dem Platz sorgen sollen. Er entschied sich mit acht gegen vier Stimmen für eine Lampenform, die auch schon in der Raiffeisenstraße verwendet wurde. Die Kosten für Material und Verlegung betragen rund 23 000 Euro ohne Mehrwertsteuer. Eine günstigere Variante wäre mit 16 000 Euro etwas billiger gekommen, doch schienen die ausgewählten Lampen gefälliger.

Anpflanzung ist vorstellbar

Schließlich diskutierten die Gemeinderäte auch über die Platzgestaltung. Der Zweite Bürgermeister Werner Keller äußerte Bedenken, weil seiner Ansicht nach belebende Elemente wie Bäume, Sitzgelegenheiten, Beschattungen oder Wasserflächen fehlen. Architekt Hahn stellte dazu fest, dass ursprünglich davon ausgegangen wurde, dass wegen der Kabel und Rohre im Untergrund sowie der geplanten Aufstellung eines Festzeltes dazu keine Möglichkeit bestehe. Er könne sich jetzt aber die Anpflanzung von zum Beispiel vier Platanen, die Aufstellung von Quellsteinen oder anderen Elementen vorstellen. Der Platz für ein Festzelt würde damit trotzdem ausreichen, sagte Hahn. Betont wurde, dass eine Planänderung in jedem Fall vom Amt für Ländliche Entwicklung genehmigt werden muss und dass solche weitergehenden gestalterischen Maßnahmen nicht bezuschusst werden.

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