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Herzogenaurach
Geschäftsidee

Mundschutz kann auch hübsch sein

Bernhard Panzer Heike Faber macht aus der Not eine Tugend. Weil in den Zeiten der Corona-Krise von der Bevölkerung ein Schutz für Mund und Nase stark nachgefragt wird, ist die Inhaberin der "Nähbar" a...
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Bernhard Panzer Heike Faber macht aus der Not eine Tugend. Weil in den Zeiten der Corona-Krise von der Bevölkerung ein Schutz für Mund und Nase stark nachgefragt wird, ist die Inhaberin der "Nähbar" auch auf diesem Sektor kreativ geworden. Sie näht Mundschutz.

Gerade jetzt, da der Laden geschlossen haben muss, diene diese Maßnahme zum weiteren Erhalt der Nähbar, stellt sie fest.

Die Damenschneiderin hat vor wenigen Tagen mit dem Nähen von Mundschutz begonnen. Schnell hat sich das inzwischen herumgesprochen, so dass sie mit ihrem Team nun täglich 50 bis 60 solcher Masken fertigt. "Die Nachfrage der Kunden ist da", sagt die Geschäftsfrau. Am Freitag hat sie 40 Exemplare an die Bäckerei Polster ausgeliefert. Christian Polster versorgt seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit.

Aus Biobaumwolle

Heike Faber verwendet Biobaumwolle aus ihren eigenen Beständen. Den Mundschutz gibt's farbig oder schwarz, zwei- oder dreilagig, und er kostet so um die zehn Euro. Angesteckt hat sie mit ihrer Begeisterung auch die Familie. "Mein Sohn tüftelt schon neue Modelle aus", sagt sie. Neben diesen beiden Varianten hat sie auch einen klinisch aussehenden Mundschutz entworfen, den Klassiker. Deutlich hübscher ist der andere, optisch ansprechende.

Auch wer gerne selber näht, kann versorgt werden. Man kann die Stoffe und das Einfassband auch separat kaufen. Bestellungen nimmt Heike Faber telefonisch, per email oder auf ihrer Facebookseite entgegen. Infos gibt's unter www.dienaehbar.de.

Den medizinisch-zertifizierten Mundschutz, wie er in den Kliniken verwendet wird, kann ihr Produkt freilich nicht ersetzen. "Der ist aus einem speziellen Filtermaterial", berichtet Heike Faber. Aber da ran zu kommen, sei äußerst schwierig, gerade wenn man nur kleinere Mengen abnehmen kann. Aber selbst in den Kliniken herrscht ja durchaus ein Engpass.

Ein gewisser Schutz ist die Baumwollmaske dennoch. Und sie verhindert, dass man sich ins Gesicht fasst.