Forchheim

Mülldeponie wird Großbaustelle

In der Forchheimer Büg haben die vorbereitenden Arbeiten für die Errichtung der neuen Eisenbahn-Brücke über die Autobahn A 73 begonnen.
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Der Wirtschaftsweg wird asphaltiert. Auf der Fläche links oben im Bild wird die neue Brücke vormontiert.  Foto: Josef Hofbauer
Der Wirtschaftsweg wird asphaltiert. Auf der Fläche links oben im Bild wird die neue Brücke vormontiert. Foto: Josef Hofbauer
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JOsef Hofbauer Baumaschinen prägen künftig das Bild auf beiden Seiten der Eisenbahnbrücke über die Autobahn A 73 im Forchheimer Norden. Das Gerümpel der ehemaligen Mülldeponie aus den 1970er Jahren ist beiseite geräumt und türmt sich auf einem Stück des Geländes, auf dem in wenigen Jahren ein Teil des Überholbahnhofes für die ICE-Strecke von Nürnberg nach Berlin entstehen soll.

Unter Planen lagern 12 000 Tonnen Müll, rund 4000 Lastwagen voll. Das Material wird gesiebt. Die festen Stoffe werden wieder verbaut, Altlasten kommen auf eine Sondermülldeponie und das brennbare Material kommt in die Müllverbrennung.

Auf der Fläche der ehemaligen Deponie wurde ein Bodenaustausch durchgeführt, um die Tragfähigkeit für die künftige Belastung sicherzustellen, informiert ein Sprecher der Bahn. Das rund 200 Meter lange und etwa 20 Meter breite verdichtete Areal westlich der Autobahnbrücke dient als Freifläche, auf der im nächsten Jahr die neue Eisenbahnbrücke zusammengebaut werden soll.

Vorgesehen ist eine so genannte Stabbogenbrücke. Bei dieser Konstruktionsart hängt die Fahrbahn, mit Stahlstäben befestigt, an einem großen Stahlbogen. Das vormontierte Bauwerk wird dann über die Autobahn geschoben, so dass der Zugverkehr möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Für diese neue Brücke werden jetzt Stützwände errichtet. Sie bestehen im Wesentlichen aus bewehrten Betonpfählen, die in geringem Abstand in den Boden gebohrt werden. Eine große Bohrmaschine, so der Bahn-Sprecher, fräst Löcher mit dem Durchmesser und der Tiefe des Pfahles in den Boden. Damit das Bohrloch nicht gleich wieder zusammenfällt, dreht sich der Bohrer im Schutz eines Rohres. Ist die nötige Tiefe erreicht, werden vorgefertigte Metallgitter - sogenannte Bewehrungskörbe - in das Bohrloch gelassen und mit Beton verfüllt.

Entlang der Widerlager der bestehenden Eisenbahnbrücke wurden auf der Ostseite bereits 40 Spundwände in den Boden gerammt. Ebenso werden die Auflagepunkte, auf denen später das neue Bauwerk ruhen soll, vorbereitet.

Um die 30 000 Kubikmeter Altlasten der ehemaligen Deponie abtransportieren zu können, wird ein Wirtschaftsweg angelegt, der Mitte der Woche asphaltiert wurde, denn die Transportwege müssen auf die Belastung der Brummis ausgelegt sein. Entlang der Kreisstraße Fo 1 zwischen der Staatsstraße nach Neuses und Bammersdorf werden im Bereich der Abzweigung nach Eggolsheim die Hangböschungen abgetragen. Auch das, so der Sprecher der Bahn, seien vorbereitende Arbeiten für den Bau einer Brücke, über die später ein Wirtschaftsweg führt.

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