Kasendorf
Geburtstag

Morgen wird er 60 Jahre alt

60 Jahre. Für Bernd Steinhäuser beginnt am morgigen Donnerstag mit dem runden Geburtstag ein neues Lebensjahrzehnt. Auch wenn der Ehrentag eher Anlass "zum Zurückblicken und Nachdenken" ist, gefeiert ...
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Bernd Steinhäuser wird morgen 60.  Foto: privat
Bernd Steinhäuser wird morgen 60. Foto: privat

60 Jahre. Für Bernd Steinhäuser beginnt am morgigen Donnerstag mit dem runden Geburtstag ein neues Lebensjahrzehnt. Auch wenn der Ehrentag eher Anlass "zum Zurückblicken und Nachdenken" ist, gefeiert wird trotzdem - und zwar von 10.30 bis 14 Uhr im Musikheim in Kasendorf. Jeder, der mag, kann zum Gratulieren kommen. Geschenke sind nicht nötig, stattdessen bittet Steinhäuser um Spenden zugunsten der Diakonie und des Kindergartens.

Vier Jahre will er noch arbeiten, mit 64 ist der Ruhestand angepeilt. Dann will Steinhäuser vor allem reisen. "Mal schau'n, wo es einen hintreibt", sagt der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder.

Als Bürgermeister-Kandidat will er jedenfalls nicht wieder antreten. Im Falle einer Wiederwahl wäre er am Ende der Amtszeit 66 Jahre alt gewesen. Zu lange für ihn. "Ich habe die Entscheidung gut abgewogen."

Lieber kehrt der Träger der Silbernen Bürgermedaille zurück in den alten Job bei der Stadt Bayreuth im Rechnungsprüfungsamt. Ab 1. Mai 2020 wieder in Vollzeit. Um als Bürgermeister für seine Gemeinde da zu sein, hatte er in Bayreuth nur noch halbtags gearbeitet.

Ob seine politische Karriere jetzt komplett beendet ist? Da sind die Würfel noch nicht gefallen. Vielleicht ist der Kreistag eine Option. "Mal schauen, wie die Konstellation ist, welche Ambitionen mein Nachfolger hat", erklärt er. Fest steht für ihn aber: "Für den Gemeinderat kandidiere ich auf keinen Fall mehr." Fast ein Vierteljahrhundert hat er in dem Gremium verbracht, sechs Jahre war er stellvertretender Bürgermeister unter Hans Eschenbacher (bis 2002). Seitdem steht der CSU-Mann an der Spitze des Marktes. Insgesamt blickt er damit auf 24 Jahre zurück.

Das war aber nicht alles. Bernd Steinhäuser ist Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Kasendorf-Wonsees und des Zweckverbands zur Abwasserbeseitigung Friesenbachtal. Bis zur Auflösung im Jahr 2015 stand er der Peestener Gruppe (Wasserversorgung) vor.

Das Amt als Bürgermeister hat ihm vor allem in den Anfangsjahren den meisten Spaß bereitet. Inzwischen, so sagt er, sei die Bürokratie immer mehr geworden. Angefangen vom Datenschutz über die Förderanträge bis hin zur Digitalisierung. "Das ist ein Hammer, was den kleinen Verwaltungen zugemutet wird." Jürgen Gärtner

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