Adelsdorf
Adelsdorf.infranken.de  Eine Lesung entführte nach Irland.

Mord auf der Insel

Hannelore Hippe, Schriftstellerin und leidenschaftlicher Irland-Fan, entführte vor kurzem ihre Zuhörer in Adelsdorf auf einen kriminalistischen Ausflug auf die Grüne Insel. In Kooperation mit dem Freu...
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Hannelore Hippe (r.) zog die Zuhörer mit einer fesselnden Erzählstimmen in den Bann. Foto: Larissa Händel
Hannelore Hippe (r.) zog die Zuhörer mit einer fesselnden Erzählstimmen in den Bann. Foto: Larissa Händel
Hannelore Hippe, Schriftstellerin und leidenschaftlicher Irland-Fan, entführte vor kurzem ihre Zuhörer in Adelsdorf auf einen kriminalistischen Ausflug auf die Grüne Insel. In Kooperation mit dem Freundeskreis Castlebar und Bücher-Schmidt hatten die Pfadfinder zu einer Lesung mit Pub-Atmosphäre mit irischem Craftbier und natürlich Guinness eingeladen.
Mit ihrer fesselnden Erzählstimme las Hippe im Pfadfinderheim aus ihrem neuen Roman "Irisches Erbe", den sie unter dem Pseudonym Hannah O'Brien veröffentlicht hat. Die Autorin, die ihren Lebensschwerpunkt in Köln hat, entdeckte ihre Passion für Irland schon 1973 als junge Frau. Mit ihren detaillierten Landschaftsbeschreibungen will sie Kenner der Grünen Insel an die typische Landschaft erinnern, aber auch Neugier wecken bei Menschen, für die die irische Westküste mit ihren steil abfallenden Klippen und der malerischen Halbinsel Dingle noch Neuland ist.
Doch auch auf einer friedlich wirkenden Insel wie dieser tummeln sich spannende Fälle, um die sich das Ermittlertrio um Grace O'Malley, Rory Coyne und Peter Burke kümmern muss. Im Fall von "Irisches Erbe" sind das gleich vier Morde. Aber keine Angst: "Meine Romane sind nicht sehr blutig, dafür aber psychologisch komplex", sagt Hippe.
Nach Familie, Spiel und Heimat als Leitmotive ihrer vorausgehenden Romane dreht sich in ihrem vierten Irland-Krimi alles um das große Thema Glaube - sowohl in religiöser als auch in ideologischer Hinsicht. Der Leser erfährt dabei einiges über den Nordirlandkonflikt und dessen Auswirkungen, die auch heute noch spürbar sind. Gerade bei solchen Themen legt die Schriftstellerin großen Wert auf korrekte Recherche. Dass sie seit 30 Jahren auch als Journalistin arbeitet und sich dabei schon viel Hintergrundwissen über Irland angeeignet hat, kommt ihr nicht nur beim Schreiben zugute.
Auch ihre Leser konnte sie beispielsweise mit ihren Ausführungen über den Brexit und seine problematischen Auswirkungen für Nordirland über die Dimensionen dieses Themas aufklären. Einen positiven Aspekt beinhaltet das Thema für die Autorin aber doch: "Der Brexit hat die Frage der Wiedervereinigung von Republik und Nordirland wieder ins Rollen gebracht."
Larissa Händel


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