Bamberg
Basketball-Bundesliga

Moors bringt seinen Wunschspieler mit

Die Kaderplanungen von Brose Bamberg nehmen Fahrt auf. Nach Flügelspieler Christian Sengfelder gab der neunmalige deutsche Meister die Verpflichtung des 24-jährigen Aufbauspielers Paris Lee bekannt. D...
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Paris Lee
Paris Lee

Die Kaderplanungen von Brose Bamberg nehmen Fahrt auf. Nach Flügelspieler Christian Sengfelder gab der neunmalige deutsche Meister die Verpflichtung des 24-jährigen Aufbauspielers Paris Lee bekannt. Der 1,83 Meter große US-Amerikaner kommt genauso wie Cheftrainer Roel Moors und Sportdirektor Leo de Rycke vom belgischen Vizemeister Telenet Giants Antwerpen.

Lee ist der erste Ausländer im Bamberger Kader und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Noch vor kurzem hatte es so ausgesehen, als würde AEK Athen das Rennen um den Point Guard machen. "Nachdem wir herausgefunden haben, dass es möglich ist, ihn zu verpflichten, haben wir alles versucht, ihn von uns zu überzeugen", sagt Sportdirektor De Rycke. "Er hat trotz seines jungen Alters bereits bewiesen, dass er ein Team führen kann. Wir sind sicher, dass er bei Brose sein Spiel auf das nächste Level bringen wird."

In den vergangenen beiden Spielzeiten war Lee auf dem Parkett der verlängerte Arm von Trainer Moors in Antwerpen. 2017 wechselte der Aufbauspieler direkt vom College (Illinois State) nach Belgien. " Sicherlich hat Coach Moors meine Entscheidung mit beeinflusst. Wir hatten zwei sehr gute Jahre in Antwerpen, in denen ich eine Menge von ihm gelernt habe. Das will ich nun fortsetzen", sagt Lee.

Für seine Leistungen in der Saison 2018/19 wurde Lee zum wertvollsten Spieler der belgischen Liga gewählt, zudem ins All-Second-Team der Champions League, war also der zweitbeste Point Guard - hinter Tyrese Rice - der letztjährigen Saison. Auch wenn der Abgang von Rice von Vereinsseite noch nicht bestätigt wurde, dürfte es wohl kaum Platz für beide im neuen Brose-Team geben. Lee gilt als ein klassischer Aufbauspieler, der defensiv gut antizipiert. Das machte ihn zu einem der gefährlichsten "Balldiebe" der Champions League.

Offensiv ist der Linkshänder kaum auszurechnen, hat einen Zug zum Korb, das Auge für den besser postierten Mitspieler, zudem einen soliden Wurf . "Ich bin ein Gewinnertyp, der sehr gerne schnell und aggressiv spielt. Der Coach hat immer dafür gesorgt, dass ich mich täglich verbessere. Genau das will ich auch bei Brose tun", so Lee.

In der belgischen Liga erzielte der US-Amerikaner durchschnittlich 11,5 Punkte, gab 5,3 Assists und "klaute" seinen Gegenspielern 1,6 Mal den Ball. In der Champions League kam er auf 12,9 Punkte, 5,1 Assists und 1,9 Ballgewinne. Seine Qualitäten unterstrich der US-Amerikaner in der Gruppenphase beim Heimspiel gegen Bamberg mit 16 Punkten und elf Assists. Beim Final-Four-Turnier in Antwerpen lief es weniger gut für ihn. Im Halbfinale und im Spiel um Platz 3 traf Lee nur zwei seiner 17 Wurfversuche. red

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