Coburg
Grossdemonstration

"Moore schützen heißt Klima schützen"

Schüler und Organisatoren der "Fridays for Future"-Bewegung haben die Sommerferien genutzt, um einen siebentägigen bundesweiten Streik zu organisieren. Das Motto lautet "Week for Climate - sieben Tage...
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Schüler und Organisatoren der "Fridays for Future"-Bewegung haben die Sommerferien genutzt, um einen siebentägigen bundesweiten Streik zu organisieren. Das Motto lautet "Week for Climate - sieben Tage, sieben Themen, ein Ziel: die Rettung der Erde". Coburg, darauf weist die örtliche Aktionsgruppe in einer Presseerklärung hin, wird am 24. September für einen Tag der bundesweite Austragungsort sein.

Alle Blicke der Bewegung werden an diesem Dienstag auf Coburg gerichtet sein, wenn die hiesige Ortsgruppe die Demonstration zum Thema "Marshland (Feuchtgebiete)" veranstaltet.

Protestzug und Kundgebung

Der Protestzug startet um 14 auf dem Bahnhofsvorplatz und wird über den Rosengarten zum Marktplatz führen, wo eine Abschlusskundgebung geplant ist.

Dabei werden zahlreiche Experten zu Wort kommen und die besondere Bedeutung der Moorlandschaften für den Klimaschutz hervorheben. Einer von ihnen wird Professor Matthias Drösler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sein. Er wird am gleichen Tag um 18 Uhr in der Stadtbücherei Coburg einen Vortrag zum Thema Moore und Klimaschutz geben. In dieser Streikwoche sollen die facettenreichen Ursachen und Wirkungen des Klimawandels dargestellt werden.

Parallel zum UN-Klimagipfel

Sie wird parallel zum UN-Klimagipfel in New York stattfinden und sich jeweils an einem Aktionstag mit verschiedenen Thematiken wie Ozeane, Wälder, Eislandschaften oder eben Feuchtgebiete befassen. Auch geht es um die Vertrauenswürdigkeit der Regierungen. Die Austragungsorte sind über ganz Deutschland verteil.

Dass Coburg den Zuschlag bekommen hat, liegt laut Pressemitteilung neben dem großen Engagement der "Fridays for Future"-Gruppe auch daran, dass bei Rottenbach im nahegelegenen Lautertal eines der größten ursprünglichen Moore Deutschlands liegt. Dieses leidet, wie weltweit viele andere Moore auch, stark unter dem Klimawandel.

Neben den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt und die Vielfalt der Naturlandschaft binden Moore beachtliche Mengen an Treibhausgasen. Obgleich sie nur drei Prozent der weltweiten Landfläche ausmachen, speichern sie doppelt so viel Kohlenstoffdioxid wie alle Wälder der Erde zusammen. Ihr Schutz lohnt sich also. Hier wird greifbar und erlebbar, dass der Klimawandel unsere Region direkt betrifft.

Auch für Erwachsene

Darüber hinaus hat Greta Thunberg am 20. September zu einem weltweiten Klimastreik aufgerufen, bei dem sie explizit auch Erwachsene auffordert, sich zu beteiligen. Zahlreiche Naturschutzorganisatoren und Gewerkschaften haben ihre Mitglieder aufgerufen, daran teilzunehmen. Auch in Coburg ist an diesem Tag eine Aktion geplant, wobei der Fokus der Ortsgruppe ganz klar auf der Großdemonstration vier Tage später liegt. red

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