Mitwitz
Bildung

Montessori-Schule will Umweltbewusstsein steigern

Mitwitz — Wie riecht Rinde? Was ist ein natürlicher Kreislauf? Spannende Fragen, die an der Mitwitzer Montessori-Schule ab sofort nicht mehr nur in der Theorie beantwortet werden sollen. Hier wird "Fo...
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Sie lernen künftig täglich etwa zweieinhalb Stunden direkt in der Natur: die Schüler der Jahrgangsstufen eins bis vier und sieben und acht der Mitwitzer Montessori-Schule. Foto: Maria Löffler
Sie lernen künftig täglich etwa zweieinhalb Stunden direkt in der Natur: die Schüler der Jahrgangsstufen eins bis vier und sieben und acht der Mitwitzer Montessori-Schule. Foto: Maria Löffler

Mitwitz — Wie riecht Rinde? Was ist ein natürlicher Kreislauf? Spannende Fragen, die an der Mitwitzer Montessori-Schule ab sofort nicht mehr nur in der Theorie beantwortet werden sollen. Hier wird "Forschendes Lernen" fester Bestandteil des Lehrplans. Circa zweieinhalb Stunden täglich sollen die Kinder die Natur als Lern-, aber auch als Spielraum kennenlernen und begreifen.

Die Vorteile seien offensichtlich, legt Pädagogischer Direktor Mathias Schmitt dar: "Ganzheitliches Lernen, die Chance, in höchster Konzentration zu lernen durch die angebotenen Ruheräume in der Natur, eine Stärkung der Lerngruppengemeinschaft und eine grundsätzlich differenzierte Lernsituation."

Organisatorisch werden ab dem nächsten Schuljahr gemischte Lerngruppen aus den Jahrgangsmischungen eins bis vier und sieben und acht entstehen. Geplant sei, dieses Konzept in absehbarer Zeit für alle Jahrgänge einzuführen. So werde die Natur zu einem täglichen Bestandteil des Lernens und der Außenraum werde nicht mehr nur als Ausnahme empfunden.

Als Basis für die neuen Naturlerngruppen diene das neu erworbene Haus in Mitwitz im Burgstaller Weg, das einen schnellen Zugang zum Grundstück der Schule und somit zu den nahe gelegenen Wiesen und Wäldern biete. Das werde gerade im Zuge des "Erdkinderplans" von den Schülern der Stufe sieben und acht renoviert und zu einem Naturpädagogik-Zentrum ausgebaut.

Zum Konzept gehörten Patenschaften für jahrgangsübergreifendes Arbeiten. Schmitt: "Unser neues Naturpädagogik-Zentrum bietet die Möglichkeit für eine wöchentliche Freiarbeitszeit. Hier fungieren die Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Jahrgangsstufe als Lernbegleiter und übernehmen eine Patenschaft."

Die Natur als Lern- und Spielraum

Die Ziele, die mit dieser naturnahen Art des Lernens verfolgt werden sollen, erklärt Geschäftsführerin Gudrun Jersch-Bittermann so: "Es soll bei den Kindern und Jugendlichen Empathie geschärft werden für die kleinen und großen Tiere und für die Pflanzen. Sie sollen lernen, auf die Umwelt zu achten und Lebewesen zu schützen. So kann das Umweltbewusstsein intensiviert und nachhaltig vertieft werden." Schmitt ergänzt: "Neben der Digitalisierung ist das Näherbringen der Natur als Lern- und Spielraum eine der größten Herausforderungen unserer Zeit." Als eine "Bereicherung der Bildungslandschaft" und "etwas ganz Besonders" sieht Bürgermeister Hans-Peter Laschka das neue Montessori-Konzept der Naturlerngruppen. Die Synergieeffekte weiß er durchaus zu schätzen: "Sie bekochen ja jetzt schon unseren Hort mit hochwertigen Lebensmitteln. Außerdem besuchen viele Schülerinnen und Schüler aus den umliegenden Landkreisen die Schule. Das macht den Markt Mitwitz bekannt und attraktiv. Und wenn sie jetzt wieder andere Wege gehen und etwas Neues anstoßen, dann freue ich mich über das Engagement."

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