Mönchröden

"Mönche" mit noch mehr Power

Bezirksligist TSV Mönchröden hat seinen Kader ergänzt und hofft nun auf eine noch bessere Rolle als im Vorjahr - zuletzt wurde die Elf von Trainer Thomas Hüttl immerhin Fünfter. Spannend wir die Frage nach der Nummer 1.
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René Schulz "fliegt" ab sofort wieder für die "Mönche" und wird sich mit der bisherigen Nummer 1 einen interessanten Wettstreit um den verantwortungsvollen Posten im TSV-Tor liefern. Foto: CT-Archiv
René Schulz "fliegt" ab sofort wieder für die "Mönche" und wird sich mit der bisherigen Nummer 1 einen interessanten Wettstreit um den verantwortungsvollen Posten im TSV-Tor liefern. Foto: CT-Archiv
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Christoph Böger

Die "Mönche" haben Blut geleckt. Die ausgezeichneten Ergebnisse nach der Winterpause und vor allem die Tatsache, dass sich die vor der letzten Serie kräftig durcheinandergewirbelte Mannschaft auf Anhieb gefunden und weiterentwickelt hat, stimmt die Verantwortlichen im Wildpark positiv. Kein Wunder, dass unter der großen Brücke längst wieder von Landesliga-Fußball geträumt wird.


Frohnlacher Übermannschaft?

Und Träumen ist bekanntlich erlaubt, obwohl der Weg an die Spitze ein weiter und steiniger ist. Erst recht, wenn sich mit dem VfL Frohnlach erneut die von vielen befürchtete Übermannschaft herauskristallisieren sollte. Schon jetzt wird in Mönchröden davon gesprochen, dass die "Blau-Weißen" 2018/2019 eine ähnliche Rolle wie der FC Eintracht Bamberg oder der FC Coburg in der letzten Saison spielen könnten. Bekanntlich drückten diese beiden Landesliga-Absteiger der Punktrunde eindrucksvoll ihre Stempel auf. Doch die "Mönche" sind selbstbewusst genug, um die eigenen Stärken in den Vordergrund zu stellen. Und da gibt es einige: Die Jugend-Power, die 2017 aus dem Nachwuchsleistungszentrum Coburg den Weg zum Ex-Landesligisten fand, hat überzeugend eingeschlagen. Köhn, Ehrlich, Puff & Co. erfüllten die Erwartungen. Die treuen Zuschauer des TSV waren phasenweise sogar begeistert von der neuen spielerischen Klasse des erfrischend offensiv agierenden Bezirksliga-Teams.
Trainer Thomas Hüttl hat es relativ schnell geschafft, dass die Jungs integriert wurden und mit dem verbliebenen Stamm eine schlagkräftige Einheit formten. Nun soll in der am nächsten Wochenende beginnenden Punktrunde der nächste Schritt gemacht werden. Schwachstellen in der Truppe wurden erkannt, nach Lösungen gesucht.
Und Spielleiter Reiner Geier und sein erfahrenes Trainertrio Hüttl/Pavel/Holzmann sind davon überzeugt, dass dies mit sinnvollen, personellen Ergänzungen gelungen ist und die Qualität dadurch künftig noch einmal steigen wird. Für die Innenverteidigung wurde mit Omar Rahmani ein spielstarker Mann vom Absteiger SV Bosporus in den "Wildpark" gelockt, von dem sich nicht nur Hüttl eine ganze Menge erwartet.
Der technisch versierte Aufbauspieler ist nicht nur zweikampfstark und hat ein hervorragendes Stellungs- und Kopfballspiel, sondern der Ex-Cortendorfer hat auch stets den Blick für freie Räume, die er mit seinen geschickten Pässen "füttern" soll.


Erfahrenes Duo vom SV Bosporus

Ebenfalls vom Coburger Absteiger kommt Sedat Celik. Nach Überzeugung Geiers genau der Mann, der im zentralen Mittelfeld noch gefehlt hat. Der langjährige Kapitän des SV Bosporus bringt Führungsqualitäten und Torgefahr mit nach Mönchröden. Gut möglich, dass Celik als neuer "Zehner" dem TSV-Spiel die entscheidenden Impulse in engen Spielen gibt.


Wer wird die Nummer 1?

Torwart René Schulz vom FC Lichtenfels gilt als Rückkehrer, obwohl er nie wirklich weg war. Während der Hallenrunde agierte er bereits als Gastspieler und ruhender Pol zwischen den Pfosten. Jetzt bildet der Neustadter gemeinsam mit dem wieder erstarkten Jannik Knoch das vielleicht beste Torhüter-Duo der Liga. Die Fans dürfen gespannt sein, wen Thomas Hüttl und Keeper-Coach Christian Holzmann als Nummer 1 im ersten Spiel nominieren.
Der zweite Rückkehrer ist Dominik Stahnke, der mit viel Power Fußball spielt und sehr wertvoll werden kann. Nachdem der Dörfleser nun in der Region als Lehrer fest angestellt ist, will er sich wieder verstärkt dem Kicken widmen. Als Allrounder sicher eine willkommene Alternative für Thomas Hüttl. Zwei "Eigengewächse" aus der JFG Rödental - nämlich Benedikt Usbeck und Noah Büchner - komplettieren die große Trainingsgemeinschaft der ambitionierten Mönche".
Und wer weiß, vielleicht klappt es ja mit einer noch besseren Platzierung als im Vorjahr (5.). Dann kann der Klub bald wieder an erfolgreiche Landesligazeiten vergangener Jahre anknüpfen. Das Umfeld ist bereit - jetzt ist das Team gefordert.


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