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Bad Staffelstein
Unterricht

Modernste Technik hat in den Klassenzimmern Einzug gehalten

Ein interaktives Whiteboard (IWB),  eine Weißwandtafel, Activboard oder Smartboard - Namen gibt es viele bei der digitalen Revolution im Klassenzimmer. Gemeint ist dabei aber dasselbe: eine interaktiv...
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Klassleiter Johannes Platz hat eine Seite aus dem Arbeitsheft der Erstklässer "aufgeschlagen" bzw. geöffnet. Foto: Monika Schütz
Klassleiter Johannes Platz hat eine Seite aus dem Arbeitsheft der Erstklässer "aufgeschlagen" bzw. geöffnet. Foto: Monika Schütz

Ein interaktives Whiteboard (IWB),  eine Weißwandtafel, Activboard oder Smartboard - Namen gibt es viele bei der digitalen Revolution im Klassenzimmer. Gemeint ist dabei aber dasselbe: eine interaktive digitale Tafel, die mit einem Computer verbunden ist.

Meist - wie in der Adam-Riese-Schule - mit einem großen Monitor, der eine berührungsempfindliche Oberfläche (Touchdisplay) hat. Das Whiteboard stellt quasi einen großen Bildschirm dar, der per Fingerdruck oder mit einem kabellosen Stift gesteuert werden kann.

Am Dienstagabend hatten Rektorin Astrid Balzar und Konrektorin Cornelia Zauritz Grund zur Freude: zehn dieser High-Tech-Tafeln stehen ab sofort in der Adam-Riese-Grund- und Mittelschule und sind seit Mitte Januar im Einsatz, zehn weitere sind bestellt.

Genutzt werden sie im Unterricht aller Klassen. Das gelingt durch die Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten: Fachübergreifend profitieren die 308 Schüler vom Einzug der modernen Technik in ihren Räumen.

Klassenlehrer Johannes Platz nutzt für seine erste Klasse natürlich andere Apps als Harald Böhmer für seine Fünftklässler. Beide stellten zusammen mit Förderlehrer Bernd Donath die relativ einfache Bedienung und das Arbeiten an den neuen Tafeln vor. Aufmerksam verfolgte eine große Abordnung des Stadtrates samt stellvertretendem Bürgermeister Hans-Josef Stich und Rathausmitarbeitern  "die Präsentation der Präsentation".

Schreiblineatur entsprechend der Jahrgangsstufen, karierter Hintergrund für den Mathematikunterricht oder Notenlinien für das Fach Musik, dazu wie bei einer "echten" Tafel die grüne Hintergrundfarbe oder wahlweise Schwarz und Weiß.

Handschriftliche Ergänzungen

Über ein vom Computer angezeigtes Bild lassen sich handschriftliche Ergänzungen legen. Das kann eine Seite aus dem Arbeitsheft der Grundschüler sein oder ein Text aus dem Internet, der bearbeitet werden soll. Auch das dynamische Einbinden von Medien (Videodateien, USB-Stick, Musikclips, Inhalte aus dem Internet) in den Tafelanschrieb ist möglich, ohne dass ein neues Gerät dazu notwendig wird. Interaktive Whiteboards ermöglichen es, ein entwickeltes Tafelbild zu speichern und in einer späteren Unterrichtsstunde weiter zu verwenden oder den Schülern als Lernunterlagen zur Verfügung zu stellen.

Förderlehrer Bernd Donath: "Filmrolle einlegen? Gehört der Vergangenheit an!" Klassenleiter Johannes Platz auf die Frage eines Stadtrates, wie die Erstklässer das neue Medium annehmen: "Das Arbeiten und Lernen ist total motivierend. Alle machen da gerne mit." Klargestellt hat er aber im Vorfeld eines - genau wie 36 seiner 40 Kollegen, die schon mit der Tafel arbeiten: "Es ist kein Fernseher, es ist keine Spielekonsole!" Dennoch werde die neue Tafel zwischendurch auch mal ausgeschaltet, der Unterricht funktioniere auch nach wie vor analog.

Das Medienkonzept der Adam-Riese-Schule stellte Lehrer Harald Böhmer vor, erläuterte kurz die IT-Infrastruktur der Schule und nannte Details zur Technik der Tafeln. Auch wenn es dem einen oder anderen zu früh erscheine, was das Alter der Kinder und die Nutzung der neuen Medien betreffe: "Schüler dürfen von der Digitalisierung nicht ausgeschlossen werden."

Bad Staffelstein investierte für die digitalen Tafeln rund 115 000 Euro. Dazu erhielt die Stadt eine 90-prozentige Förderung durch den Bund. ds