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Höchstadt a. d. Aisch

Modellbauer überzeugen die Jury

Mit ihrer Rekonstruktion des ehemaligen Kapuzinerklosters und der anschließenden Ausstellung im Heimatmuseum haben Höchstadter Gymnasiasten einen von drei mittelfränkischen P-Seminar-Preisen errungen.
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Die Schüler stellten ihr Modell im Museum aus.
Die Schüler stellten ihr Modell im Museum aus.
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Vielfältig waren die Themen, mit denen sich die Preisträger der Regionalebene des "P-Seminar-Preises 2020" in den vergangenen beiden Jahren beschäftigt haben: Eine Rekonstruktion des Kapuzinerklosters in Höchstadt fertigten die Schüler zunächst virtuell und dank eines 3-D-Druckers dann auch real an und präsentierten ihre Forschungsergebnisse rund um das ehemalige Kloster in einer Ausstellung im Heimatmuseum ihrer Stadt.

Eine Schülergruppe des Dürer-Gymnasiums Nürnberg recherchierte die Geschichte der Familie Jesuran und ihres ehemaligen Hauses in Gostenhof und dokumentierte ihre Ergebnisse in einem Booklet und einem Comic. Das P-Seminar des Gymnasiums Hilpoltstein beschäftigte sich mit dem Werkstoff Karton und gestaltete eine Ausstellung im Museum Schwarzes Roß unter dem Thema "Sozialkritik-Ökologie-Umweltschutz". Der Preis war vom Bayerischen Kultusministerium, der "vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft", dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft und der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung der BMW AG ausgeschrieben worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Mittelfranken, Martin Rohde.

In jedem Schuljahr nehmen an bayerischen Gymnasien rund 2700 Projekt-Seminare ihre Arbeit auf. Die Seminare, die alle Schüler der elften und zwölften Jahrgangsstufe durchlaufen, sind an Leitfächer gekoppelt und setzen eine Projektidee mit unterschiedlichen Partnern aus der Arbeitswelt um. Die enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Forschung ermöglicht den Schülern einen Einblick in verschiedene Berufsfelder und trägt dadurch zur Studien- und Berufsorientierung bei.

Alte Pläne als Grundlage

"Rekonstruktion des Kapuzinerklosters in Höchstadt" - das war das Motto des fachübergreifenden P-Seminars, in dessen Rahmen die Schüler unter Leitung von Studiendirektor Christian Plätzer ausgehend von Grund- und Aufrissen und von Originaldokumenten das Kapuzinerkloster virtuell und mit Hilfe eines 3-D-Druckers auch als reales Modell auferstehen ließen. Mit dem beeindruckenden Modell und ihren Ergebnissen zur Geschichte des Klosters und des Kapuzinerordens gestalteten die Schüler eine Sonderausstellung im Heimatmuseum der Stadt Höchstadt. Bei ihren Recherchearbeiten wurden die Schüler von Architekten, der Heimatforscherin Monika Mennel, Bruder Georg Greimel aus dem Kapuzinerkloster Altötting sowie dem Biologen Hans Krautblatter unterstützt.

Landesentscheid am 27. März

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury, die drei Schulen auszuzeichnen, waren die überzeugenden Projekt-ideen, die zielgerichtete Planung und Durchführung der Projekte und deren Präsentation bzw. Dokumentation, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Alle Preisträger pflegten intensive Kontakte zu außerschulischen Partnern und berücksichtigten verschiedene Studien- und Berufsfelder.

Für die Preisträger auf Bezirksebene wird ein Preisgeld von jeweils 200 Euro zur Verfügung gestellt. Nach der Ehrung auf regionaler Ebene können die Gymnasien auf einen Erfolg in der nächsten Runde des Wettbewerbs auf Landesebene hoffen, für den sich 24 P-Seminare qualifiziert haben. Der Landespreis für die vier besten Teams wird am 27. März in München übergeben. red

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