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Mode fair hergestellt

Referent beim Frauenfrühstück im Pfarrsaal von Burkardroth war diesmal der Gründer und Kopf des Start-Up-Unternehmens "Deetory", Sebastian Becker aus Langendorf. Auf Einladung der Organisatorinnen ste...
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Sebastian Becker stellte beim Frauenfrühstück in Burkardroth die Unternehmensphilosophie seines Mode-Projekts vor.  Foto: Walter Kuhn
Sebastian Becker stellte beim Frauenfrühstück in Burkardroth die Unternehmensphilosophie seines Mode-Projekts vor. Foto: Walter Kuhn

Referent beim Frauenfrühstück im Pfarrsaal von Burkardroth war diesmal der Gründer und Kopf des Start-Up-Unternehmens "Deetory", Sebastian Becker aus Langendorf. Auf Einladung der Organisatorinnen stellte er sein einzigartiges und innovatives Konzept vor, "das die Welt Stück für Stück verbessern wird."

In seinem einstündigen Vortrag erläuterte er die Unternehmensphilosophie seines Mode-Projekts, bei dem hochwertige Fashion-Kleidung in den afrikanischen Ländern Tansania und Kenia in äußerst fairer Produktionsweise hergestellt wird. Als Basis für die Kleidung dienen ausschließlich fair hergestellte und gehandelte Rohstoffe. Diese unterliegen strengen Auflagen und ständigen Kontrollen. Besonderes Augenmerk legt das Unternehmen auf zertifizierte Vertragspartner und verwendet ausschließlich Bio-Farben.

Mit Leidenschaft übernehmen er und seine Mitarbeiter soziale Verantwortung für die Menschen vor Ort in Singida (Tansania). Beim Anbau der benötigten Baumwolle wird größter Wert auf den Schutz der Umwelt gelegt. Man vermeidet Monokulturen durch konsequenten Wechselanbau. Den Landwirten bietet das Unternehmen eine Preisgarantie, was ihnen ein hohes Maß an Sicherheit gewährt. Außerdem sind die einheimischen Bauern regelmäßig in Fortbildung und auch ihre Kinder müssen nicht arbeiten, sondern besuchen die Schule.

Geregelte Arbeitszeiten

Bei der Weiterverarbeitung der Baumwolle im benachbarten Kenia wird ebenfalls darauf geachtet, dass alle Arbeiter einen vergleichsweise fairen Lohn erhalten, Arbeitssicherheit und Brandschutz groß geschrieben werden, geregelte Arbeitszeiten eingehalten werden und die Arbeiter z. B. einen für sie kostenlosen Transport zur Arbeitsstätte in Anspruch nehmen können. Alle sind krankenversichert, erhalten preisgünstige Mahlzeiten und ein Betriebsrat hat weitgehende Mitsprachemöglichkeiten. Das bei der Produktion verschmutzte Wasser wird aufwändig recycelt. Sebastian Becker bereicherte seine Ausführungen durch kurze Filme aus Tansania und Kenia, die in eindrucksvoller Weise zeigten, wie das Projekt in die Tat umgesetzt wird. Zahlreiche Fragen rund um diese für Afrika außergewöhnlichen Produktionsbedingungen zeigten das große Interesse der Frauen an diesem Referat. W. Kuhn

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