Forchheim

Mobil bleiben im Alter

Seniofit-Messe stellte verschiedene Konzepte vor. Experten beantworteten Gesundheitsfragen.
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Verschiedene Hilfsmittel unterstützen dabei, im Alter mobil zu bleiben. Das Thema stand im Mittelpunkt bei der jüngsten Seniofit-Messe im Forchheimer Klinikum. Andreas Langenbach und Chefarzt Uwe Lehmann (v. l.) klären über Behandlungsmöglichkeiten auf.  Fotos: Franka Struve
Verschiedene Hilfsmittel unterstützen dabei, im Alter mobil zu bleiben. Das Thema stand im Mittelpunkt bei der jüngsten Seniofit-Messe im Forchheimer Klinikum. Andreas Langenbach und Chefarzt Uwe Lehmann (v. l.) klären über Behandlungsmöglichkeiten auf. Fotos: Franka Struve
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Bis in das oberste Stockwerk des Klinikums informierten Anbieter an Messeständen über gesundheitliche Themen rund ums Älterwerden auf der Senioren- und Gesundheitsmesse Seniofit, dieses Jahr unter dem Motto "Mobilität auf Rädern".

"Einfach mal zum Kaffee trinken fahren. Freunde besuchen, wann Sie wollen." Diese Mobilität verspricht Ingolf Gebhart, der mit der Vorstellung seiner knallroten Elektroscooter und des zusammenklappbaren Scooter-Reisemobils viel Aufmerksamkeit auf sich zog.

Das weltweit erste spurstabile, transportable Vorsatzrad für Rollstühle demonstrieren Christian Drummer und Dominik Herrmann aus Kirchehrenbach. Seit einem Verkehrsunfall 2012 ist Dominik Herrmann querschnittsgelähmt. Aus persönlichem Antrieb entwickelten beide das Vorsatzrad, das man mit nur einer Hand lenken kann.

Ersatzhaar nach Chemotherapie

Ein Novum auf der Messe ist der Stand des "Hauses Einklang": Friseurmeister Henrik Gottstein hilft Menschen, die durch eine Chemotherapie ihre Haare verloren haben, mit Ersatzhaar. Visagistin Juliette Gottstein erklärt: "Die Beschaffenheit von Haut und Haar ist das erste, was man morgens beim Blick in den Spiegel wahrnimmt."

Viele Patienten, die ihre Haare verloren haben, leiden erheblich darunter, betonen die Gottsteins. In Zusammenarbeit mit einer Heilpraktikerin soll das Selbstbewusstsein wieder aufgebaut werden.

Direkter Kontakt zu Medizinern

Viele Gäste der Seniofit suchten auch das persönliche Gespräch mit den Ärzten des Klinikums Forchheim-Fränkische Schweiz. Leonhard Schmitt und Klaus Pfeiffer sprachen mit Bernhard Drummer, Chefarzt der Allgemeinchirurgie, über Nabelbrüche und Leisten-Operationen. Ingrid Pfeiffer informiert sich bei Uwe Lehmann, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, über die Behandlung von Hüftschmerzen.

Ein Ehepaar aus Erlangen wunderte sich über die Vielfältigkeit und Größe der Ausstellung. Diese werde sehr gut angenommen, finden sie. Beide hören sich den Vortrag des neuen leitenden Oberarztes der Orthopädie und Unfallchirurgie, Andreas Langenbach, an zum Thema Sportverletzungen.

Der Ärztliche Direktor des Klinikstandortes Ebermannstadt, Eberhard Kuon, spricht über die Herausforderungen der Palliativmedizin; Judith Neglein, Oberärztin der Intensivstation, spricht über "Narkose im Alter", und Jürgen Gschossmann, Ärztlicher Direktor in Forchheim, klärt über die Organspende auf.

Über "Behandlung von Inkontinenz" referiert Stefan Weingärtler, Chefarzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe; Gabriele Egelseer, Leiterin der Notaufnahme, erklärt die Patienteneinschätzung; während Diabetologin Elisabeth Dewald und Ernährungsberaterin Sabine Lamprecht gesundheitsfördernde Ernährung veranschaulichen anhand von kleinen, einfach zuzubereitenden Gerichten. Chefarzt Klaus Swoboda führt durch die Radiologie.

Aktiv und fit

"Selbst aktiv werden", propagiert Annette Hüttmann, die über die VHS Seniorensport anbietet. Umringt von sportlichen Senioren, verwendet Huttmann elastische Schlaufenbahnen für muskelaufbauende einfache Übungen, um im Alter fit zu bleiben.

Der ASB ist mit dem ehrenamtlichen Besuchshundedienst auf der Seniofit vertreten. Auf Wunsch besuchen die Hundeführer mit ihren Hunden Altersheime, Kindergärten, Schulen und Einrichtungen der Tagespflege.

Rund 35 Hunde haben den Eignungstest bestanden und bauen den Kontakt zwischen Tier und Mensch auf. Kinder lernen den Umgang mit Hunden während bei Menschen in einer Pflegeeinrichtung die Freude am Streicheln im Vordergrund steht. Die "Pelznasengruppe" aus Gremsdorf geht regelmäßig mit rund sieben Personen, davon einige mit Handicap, und mindestens zwei bis drei Hunden spazieren, erläutert Monika Faber vom ASB Forchheim.

Nach Angaben des Veranstalters Oswald-Media konnte die Messe mit rund 1300 Besuchern an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. red

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