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Bamberg
Unser Thema der Woche // Natur

Mobbl und Wolf laden wieder ein

Das Naturkunde-Museum Bamberg öffnet ab heute wieder seine Pforten - unter Auflagen.
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Eine Museumsbesucherin staunt über die Ausmaße des riesigen Schildkrötenfossils aus den Wattendorfer Jura-Plattenkalken. Foto: Museum
Eine Museumsbesucherin staunt über die Ausmaße des riesigen Schildkrötenfossils aus den Wattendorfer Jura-Plattenkalken. Foto: Museum

Fast zehn Wochen musste auch das Naturkunde-Museum Bamberg coronabedingt geschlossen bleiben. Ab dem heutigen Christi Himmelfahrtstag können Besucher die Schätze des Hauses in der Fleischstraße wieder betrachten - natürlich unter gewissen Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen, wie Matthias Mäuser, Leiter des Museums, mitteilt. Das Tragen von Mund-Nasenbedeckung ist obligatorisch für Besucher ab dem 6. Lebensjahr. Abstand halten und das Beachten der Hygienevorschriften sind selbstverständlich.

Was dem Museumsteam jedoch die größten Sorgen macht, sind die Zugangsbeschränkungen. Bis auf weiteres dürfen nur 22 Besucher gleichzeitig im Haus sein, um die "1 pro 20 Quadratmeter-Regel" erfüllen zu können. Das ist die größte Hürde, betont Mäuser. Ihm gehe es dabei nicht um die Besucherzahlen am Jahresende, die oft fälschlicherweise als Qualitätsmesser eines Museums betrachtet werden. Viel wichtiger sei es, zufriedene Gäste zu haben.

Wie viele Menschen derzeit das Museum besuchen wollen, sei völlig unklar. Möglicherweise bleibt der Ansturm aus, doch könnten auch zu viele Gäste gleichzeitig die Ausstellungen sehen wollen.

Letzteres könne zu Wartezeiten vor dem Museumseingang und zu Unmut führen. Und das wäre sehr schade, so Mäuser.

Vor allem Kinder, die sich auf einen spannenden Museumsrundgang gefreut haben, wären dann enttäuscht.

Falls es sich zeigt, dass zu viele Menschen gleichzeitig in das Ausstellungshaus kommen möchten, müsse man auf ein Anmeldesystem mit Reservierungen zurückgreifen.

Für das Team des Naturkunde-Museums war die Schließung im März aus mehreren Gründen schmerzhaft. Die Monate Januar und Februar dieses Jahres beschertem dem Museum Rekordbesuche. Der gute Lauf war den aktuellen Sonderausstellungen zu verdanken; die Ausstellungen "Wer ist der Wolf" und "Mobbl - die größte Jura-Schildkröte weltweit" zogen viele begeisterte und zufriedene Besucher an. Diese beiden Expositionen wurden nun verlängert und sind auch weiterhin zu sehen. Schade nur, dass die jährlich stattfindende Naturfoto-Schau "Glanzlichter der Naturfotografie" ausfallen musste. Aber vielleicht ergibt sich ein Nachholtermin gegen Ende des Jahres.

Jedenfalls freue sich das gesamte Museumsteam auf die Wiederbelebung des Hauses. Einzelheiten zu den Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen beim Besuch sind auf den Internetseiten des Museums www.naturkundemuseum-bamberg.de einzusehen. red

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