Kronach
kronach.inFranken.de  Jan Mäder und Lea Schuberth sind die neuen Kreisschülersprecher der Mittelschulen im Schulamtsbezirk Kronach.

Mobbing ist das Thema Nummer eins

Für die Mittelschulen im Schulamtsbezirk Kronach wurden jetzt neue Kreisschülersprecher gewählt. Es sind dies Jan Mäder und Lea Schuberth. Auf die beiden kommen vielfältige Aufgaben zu. Einem gemeinsa...
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Die Mittelschulen wählten ihre Kreisschülersprecher. Das Bild zeigt (von links) die Zweite Kreisschülersprecherin Lea Schuberth, Kreisverbindungslehrer Holger Bernreuther, Schulrätin Kerstin Zapf und Ersten Kreisschülersprecher Jan Mäder. Foto: Heike Schülein
Die Mittelschulen wählten ihre Kreisschülersprecher. Das Bild zeigt (von links) die Zweite Kreisschülersprecherin Lea Schuberth, Kreisverbindungslehrer Holger Bernreuther, Schulrätin Kerstin Zapf und Ersten Kreisschülersprecher Jan Mäder. Foto: Heike Schülein

Für die Mittelschulen im Schulamtsbezirk Kronach wurden jetzt neue Kreisschülersprecher gewählt. Es sind dies Jan Mäder und Lea Schuberth. Auf die beiden kommen vielfältige Aufgaben zu.

Einem gemeinsamen Frühstück an der Gottfried-Neukam-Schule, wobei sich die Schülersprecher kennenlernen und erste Meinungen austauschen konnten, schloss sich eine kurze Begrüßung durch Kreisverbindungslehrer Holger Bernreuther an. Schulrätin Kerstin Zapf erläuterte rechtliche Grundlagen der Schülermitverantwortung an den Mittelschulen. So sind die drei Schülersprecher der jeweiligen Schulen nicht nur Vertreter der Schülerschaft, sondern im Rahmen des Schulforums - neben Eltern, Lehrern und dem Sachaufwandsträger - gleichberechtigte Mitglieder bei Fragen zur Mitgestaltung des Schullebens.

Zapfs Dank galt allen engagierten Schülersprechern an den jeweiligen Schulen sowie auch den Verbindungslehrern - insbesondere in Person von Holger Bernreuther, Alexandra Toll sowie Florian Unger. Die kandidierenden Schülersprecher stellten ihre Ziele und Pläne vor. Alle räumten dabei unabhängig voneinander der Thematik Mobbing an der Schule vorderste Priorität ein. Schüler hätten deshalb sogar die Schule gewechselt. "Ich dachte, dass insbesondere Wünsche nach neuen Anschaffungen für die Schule wie beispielsweise Pausengeräte geäußert werden. Aber da geht es wirklich um Kinderseelen. Das ist ganz wichtig für mich, das so zu hören, und das nehme ich auch mit. Da müssen wir noch mehr handeln", verdeutlichte die Schulrätin. Wie diese ausführte, verfüge das Schulamt über ausgebildete Mobbing-Experten. Diese müsse und werde man noch stärker an die jeweiligen Schulen zur Unterstützung der Lehrer bei diesem so enorm wichtigen Thema schicken.

Stichwahl entscheidet

Nach zwei spannenden Wahlen, wobei sowohl der Erste als auch der Zweite Schülersprecher erst nach einer Stichwahl ermittelt wurden, stand schließlich das Ergebnis fest. Neuer Kreisschülersprecher ist Jan Mäder von der Gottfried-Neukam-Mittelschule, Zweite Kreisschülersprecherin Lea Schuberth von der Mittelschule Pressig. Freudig nahmen diese die Glückwünsche der Schulrätin, des Kreisverbindungslehrers wie auch ihrer Mitschüler entgegen. Die beiden treten damit die Nachfolge von Sophie Förtsch und Lena Ferner an.

Jan hatte bereits vor zwei Jahren das Amt des ersten Kreisschülersprechers inne. Auch dem 17-Jährigen liegt das Thema Mobbing besonders am Herzen und das aus traurigem Grund. "Es gab eine schlimme Zeit in meinem Leben, in der ich selbst gemobbt wurde", erinnert sich der Neuntklässler zurück. Aus eigene Erfahrung heraus hofft er, durch das Aufzeigen unterschiedlicher Lösungs- und Hilfsmöglichkeiten möglichst viel ausrichten und Mobbing-Opfern helfen zu können.

Auch die 14-jährige Lea, die sich an ihrer Schule als Streitschlichterin engagiert, hat sich der Thematik besonders verschrieben. Speziell an ihrer Schule sah sie aber noch eine weitere Verbesserungsmöglichkeit. "Wir haben einen Snack-Automaten. Meiner Meinung nach könnte der Inhalt besser gewählt sein", verdeutlicht die Neuntklässlerin. Beiden geht es darum, die Interessen der Schüler aller Jahrgangsstufen zu vertreten und sich als deren Ansprechpartner für ihre Wünsche und Belange einzusetzen. Probleme müssten angesprochen werden, sonst könne man sie nicht lösen. Beiden macht es Spaß, sich an ihrer Schule und jetzt auch als Landkreis-Schülersprecher einzusetzen. Auch die Schulrätin ermunterte diese, ihre Mitwirkungsrechte umfassend wahrzunehmen und Vorschläge einzubringen. Auf Jan und Lea kommen vielfältige Aufgaben zu. So vertreten sie den Schulamtsbezirk Kronach bei der Wahl zum Bezirks-Schülersprecher und dessen Stellvertreter im November in Banz. hs

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