Mitwitz
Gemeinderat

Mitwitzer Räte stimmen geschlossen für den Beitritt zur "Allianz B 303"

"Interkommunale Zusammenarbeit ist nichts Neues." Bürgermeister Hans-Peter Laschka (CSU) sprach in der jüngsten Gemeinderatssitzung vom Beitritt zur "Allianz B 303" der Gemeinden Eberdorf bei Coburg, ...
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"Interkommunale Zusammenarbeit ist nichts Neues." Bürgermeister Hans-Peter Laschka (CSU) sprach in der jüngsten Gemeinderatssitzung vom Beitritt zur "Allianz B 303" der Gemeinden Eberdorf bei Coburg, Sonnefeld und Weidhausen. Die Räte waren angetan von dieser Idee und stimmten dem Beitritt einstimmig zu. Vor allem, nachdem der Bürgermeister die Vorteile aufgezählt hatte: "Wir profitieren von den Projekten in vielen Bereichen. Dazu gehören auch Wasser, Schule, Personennahverkehr, Mitfahrgelegenheiten, Tourismus und so weiter."

Laschka sprach auch darüber, dass in Mitwitz die Strukturen über Generationen hinweg landkreisübergreifend gewachsen seien. Für die Erstellung eines entsprechendes Konzeptes müsse die Gemeinde allerdings 3000 Euro aus ihrer Kasse zahlen, die weitere Mitgliedschaft sei dann beitragsfrei, versicherte er.

Ansonsten drehte sich vieles in der Sitzung um den Schwerpunkt "Natur, Umwelt und Infrastruktur" bei der letzten Marktgemeinderatssitzung in Mitwitz. "Der Knoten ist seit 2018 geplatzt für die ,Artenkenner'", verkündete beispielsweise André Maslo von der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken. Er stellte die unterschiedlichen Bildungsprojekte in den Mittelpunkt seiner Präsentation. Maslo ging dabei auf vier Schwerpunkte ein und meinte gleich zu Anfang: "Modellprojekte gibt es immer nur ein Jahr, egal, ob sie floppen oder erfolgreich sind. Nachhaltig ist das nicht." Dann sprach er über "Natur für Entdecker", das man 2019 neu aufgelegt habe. Hier seien 40 bis 50 Veranstaltungen für rund 1000 Kinder geplant. "So etwas ist nur durch Förderungen möglich." Das Projekt "Citizen Science" werde künftig durch "Landwirtschaft für Naturschützer" ersetzt. "Wir wollen die Höfe der Landwirte besuchen, uns ihre Sorgen anhören, mit ihnen ins Gespräch kommen. Das halte ich für ein sehr gutes Konzept."

In diesem Zuge gab er auch einen Ausblick auf größere Projekte wie "Bärwurzwiesen und Feuchtflächen im nördlichen Frankenwald" und "Agrarlandschaft Oberfranken". Hier wies Maslo darauf hin, dass "nicht die Landwirte das Nadelöhr" seien. Vielmehr zeigten sie Bereitschaft, Flächen für eine "biologische Vielfalt" zur Verfügung zu stellen. "Man muss mit den Leuten sprechen, ihnen auf Augenhöhe begegnen." Für den höheren Aufwand erhielten die Landwirte einen Prämienzuschlag. "Im ersten Jahr haben wir 50 Hektar Fläche akquiriert. Das ist ein großer Erfolg."

Stattgegeben wurde auch einem Bauantrag auf die Errichtung einer Parkplatzfläche im Baugebiet "Am Riegel." Hier möchte die Firma K+W Polstermöbel GmbH + Co.KG 36 Parkplätze für die Verwaltung errichten.

Für den Außenputz der "Alten Schule" (Mehrgenerationenhaus) wurde der Auftrag an die Firma Schmid GmbH + Co.KG in Grub am Forst vergeben. Das Auftragsvolumen beträgt etwa 114 500 Euro. Wert wurde dabei auf vor allem auf umweltfreundliches Material gelegt, das aus Mineralfaser bestehen soll und somit auch recyclebar wäre. Für den Gerüstbau wird die Firma Knoch aus Coburg verantwortlich sein. Auftragssumme hier: etwa 13 800 Euro. Der Auftrag für die Dacherneuerung ging schließlich an die Firma Ewald Fischbach Dachdeckergeschäft GmbH aus Ludwigsstadt für die Summe von rund 137 300 Euro.

Gleich mit zwei Leuten möchte der Gemeinderat künftig für die Pflege der Grünanlagen sorgen. Einmal sei geplant, einen Langzeitarbeitslosen über das Jobcenter zu generieren. Hier habe man schon einen geeigneten Bewerber im Auge, versicherte Laschka. Ausgeschrieben werden soll in diesem Zusammenhang auch eine Vollzeitstelle. "Wir hätten sehr gerne jemand mit einem grünen Daumen", wünschte er sich.

Alle zwei Jahre mulchen

Zu diesem Punkt meldete sich André Maslo erneut zu Wort. "Man könnte ja auch darüber nachdenken, gewisse Flächen nur alle zwei Jahre zu mulchen und dazwischen im Sinne der Artenvielfalt auch mal eine einjährige Blumenmischung zu säen." Diese Überlegungen habe auch Laschka selbst schon mit einbezogen, wie er versicherte. "Aber dann müssen wir auch entsprechende Schilder aufstellen. Nicht, dass jemand denkt, ,die Mimetzer Gemaa sind Schlamperer.'"

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